Cool aussehen

Buchtipp und Bekenntnis in einem: Cool Aussehen

Als ich vierzehn war, ließ sich das Universum ganz einfach in gut, besser und mhm? einteilen: Gut war, wer einen Ärzte-Song auswendig mitsang. Besser alle, die wussten, was WIZO bedeutete. Und mhm? der Rest. Diese Einstellung drückte ich mit einem unfassbar authentischen Parka von New Yorker, Directions und Dreads aus. An einem Ort, der sich so eng anfühlte wie eine Ein-Zimmer-Wohnung, war es leicht, die anwesenden Kühe, Wälder und eine Handvoll Lehrer zu schockieren. Ich trug punkige Klamotten, fühlte mich aber nie echt genug, um wirklich dazuzugehören. Die Coolen, das waren die anderen. Wenn ich mich heute durch alte Fotos klicke, denke ich trotzdem nostalgisch-verliebt an die Kompromisslosigkeit, mit der ich jeden Morgen in den Matheunterricht stolperte. Wahrscheinlich habe ich noch nie so selbstverständlich an meinen Stil geglaubt wie in den Jahren zwischen vierzehn und neunzehn.

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Dieses Gefühl hat sich Diana Weis geschnappt, um daraus mit einer fabulösen Crew an Autoren und dem Archiv für Jugendkulturen ein Buch zu machen. Ein Gutes. “Ich bin anders! Wir sind viele!”, ist einer der ersten Sätze, der uns auf der Projekt-Seite bei Startnext ins Auge sticht. 2818 Euro wurden vorzeigedigital via Crowdfunding gesammelt, um den Druck und das Layout des Gesamtwerks zu realisieren. “Cool Aussehen” ist eine Hommage an die stilbildende Kraft der Subkulturen und eine Erfüllung für alle Dorfkids, die immer Teil einer Jugendbewegung (oder wenigstens Kleinstadtmädchen) sein wollten.

“Kind, wie siehst du nur aus?”, prangt da zum Beispiel gleich über dem ersten Kapitel. Danach serviert man uns portionsweise modische Lieblingsthemen, die Look-Statements nicht nur beleuchten, sondern liebevoll auseinandernehmen und zu einem verständlichen Puzzle zusammensetzen möchten. Von der Herausgeberin höchstpersönlich interviewt wurde David von Dandy Diary, der sich zur radikalen Stilkritik äußert. Modekoerper-Autorin Mahret Kupka schreibt über Die Skinny-Jeans als Uniform des Mageren und verrät auf der Buch-Website, dass sie selbst früher “eine Mischung aus Skatepunk, Girly und Grunge” verkörpert hat.

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“Cool Aussehen” kostet 36 Euro und ist online
an dieser Stelle zu haben.

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Mein heimliches Bonbon liefert allerdings ByteFM-Radiomacher Christian Tjaben, der sich Dr. Martens, Fred Perry und Ben Sherman schnappt, um die “narrative Aufladung” von Marken zu beleuchten. Ob sich die Modemädchen-Bestellknopf-Klickfinger im KENZO-Onlineshop also eigentlich nur nach Zärtlichkeit sehnen, finden wir dann wohl beim Lesen heraus – mit Musik von früher und einer Vorfreude, die wir sonst nur erleben, wenn wir nachts bei ARTE auf einer guten Stil-Doku hängenbleiben.

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Ein Kommentar zu “Buchtipp und Bekenntnis in einem: Cool Aussehen

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