OK GO: Vier Jungs reanimieren meine Musikvideo-Liebe

Früher konnte ich mir stuuundenlang Musikfernsehen ansehen und mir ein Video nach dem anderen reinziehen. Dass sich das im Laufe der letzten Jahre geändert hat, mag daran liegen, dass man a) irgendwann tatsächlich anfangen musste zu arbeiten und rotz-faule Nachmittage zu einer schummrigen Pampe am Rande der Erinnerung wurden, b) das Programm plötzlich nur noch aus knatternden Fröschen, dämlichen Küken und sexistischen Animes bestand, bis die Sender eines Tages einfach komplett abgeschafft (ok ok, oder verlegt) wurden und c) man vor Überdruss an nackten Weibern und prolligen Typen früher oder später immer vor Langeweile schlafend auf die Fernbedienung krachte – was nicht gerade flawless-Kinnpartie-förderlich ist.

Ich vermisse sie also nicht, die Musikvideos. Eigentlich. Ein Mal in zwei Jahren gibt es dann nämlich wieder ein Highlight, wie „The Writing’s On The Wall“, das neue Kunststück von OK Go. Die vier Jungs aus Chicago haben einen Fetisch Faible für One-Shot-Filmchen – und mich spätestens seit „White Knuckles“ auf ihrer Seite – wer es schafft, ohne Schnitt, dafür mit Special Effects wie optischen Täuschungen, Laufband-Choreo oder einer Horde Hunde zu drehen und einen dazu zu bringen, sich das Video direkt noch mal anzusehen, weil man vor lauter gucken das Hören ganz vergessen hat, der hat definitiv meine ungeteilte Aufmerksamkeit. 2007 wurden OK Go für „Here It Goes Again“ schon mal mit dem Grammy für das beste Video belohnt – und das darf nicht der einzige bleiben. Hier sind drei Gründe, warum ich recht habe:



1. „The Writing’s On The Wall“




2. „White Knuckles“




3. „Here It Goes Again“


<3

<3