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Was dein Giant Inflatable Poolteil über dich aussagt

 

Natürlich war nicht Beyoncé der heimliche Star ihres „Feeling Myself“-Videos mit Nicki Minaj, sondern ein Stück Wassermelone. Zum Aufblasen. Luftmatrazen und schnöde Poolnudeln kommen im Insta-Zeitalter nicht mehr flach oder quietschgelb, sondern mit Kopf. Oder wenigstens mit Streuseln und Kernen. Das Giant Inflatable Poolprodukt ist jetzt ein Tier oder Essen, das sich als Accessoire oder auf der Klamotte bewährt hat: Eis, Donut, Flamingo, Melone. Zum Beispiel in der letzten Sommerkollektion von Vika Gazinskaya und auf dem F/S’15-Rucksack von Sophia Webster. Taylor Swift stellte ihren neuen Boyfriend bei Instagram gerade in einem aufblasbaren Monsterschwan vor. Er postete ein Video von seinem nassen Kopf. Also des Schwans, nicht seines.

Für die Minaj-Melone, die uns auf Facebook empfohlen wurde (<3) war ich leider zu geizig, doch als mir dieses Giant Inflatable Konstrukt ohne Versandkosten vor die Finger hüpfte, schlug ich zu. Ich würde es gerne auf akute, sonnenbedingte Gehirnschmelze schieben, aber ich empfinde große Liebe. Obwohl ich keinen Pool habe und im Alltag lieber Flamingos verspeisen würde als Donuts (ich bin Salzsnacker). Größe und Farbe machen was aus, aber ich glaube, ich mag vor allem die Donut-Idee. Das Homer-Simpson-Freiheit-Ausschlafen-Gefühl. Geht in der Sonne auf dem Tempelhofer Feld ziemlich gut. Dort gibt es zwar kein Wasser, aber als Kopfkissen funktioniert das gute Stück auf der Wiese. Nach einem Tag kann ich also stolz behaupten: Ich bin Aszendent Donut.

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Und ist es nicht sowieso längst Zeit, Standard-Sommerhoroskope einzustampfen und uns dran zu orientieren, was unser Poolprodukt über uns aussagt? Wir finden: Oh ja. Hier sind sie:

Wassermelone

Du feelst dich selbst und das kann auch mal rebellisch rüberkommen, in Wirklichkeit eckst du aber so viel an wie eine Jeansshorts auf dem Coachella. Man kann dir einfach nicht böse sein. Du hast ein sonniges Gemüt, deswegen macht auch der Hauch Charakter-Gangster-Pew-Pew nichts. Mit dir Sonnencreme, Strandliege, tropfendes Softeis und Auto ohne Dach teilen, das könnte man auch sechs Wochen am Stück machen.


Deine Poolpose: Neckische Seitenstützlage.
Dein Sommer: will Clyde sein, wenn du Bonnie bist.


Flamingo

Du lässt es dir nicht anmerken, aber so ‘n bisschen zieht dich schon an, was andere gerade anziehen. Soll heißen: Trendfuchs ist dein zweiter Vorname und Häkelschlaghosen machen dich nicht wahnsinnig. Wenn Cher Horowitz in eine Zeitmaschine hüpfen und im heute wieder ausgespuckt werden würde, wärt ihr das Pooltier-Selfiedreamteam. Bei anderen würde man genervt die Augen verdrehen, bei euch nicht. Irgendwie wickelt ihr uns um den Finger. Ihr Goldstücke.

Deine Poolpose: Arme hoch, ganzkörpergestretcht.
Dein Sommer: will jetzt auch einen Selfiestick.


Brezel

Du machst keine Kompromisse und lässt dich nicht von Chi-Chi beeindrucken. Two Kringels are better than one und ein Produkt, das mit Butter am besten schmeckt, kann auch im Pool nicht verkehrt sein. Du übernimmst im Sommer die Seeregie und hast auch bei Spontanausflügen ‘ne volle Kühltasche und Sonnencreme dabei. Wenn alle anderen voll sind und die Stimmung kippt, drehst du gelassen Pure Shores auf. Alle fühlen sich wie Leo in The Beach und haben sich wieder lieb.

Deine Poolpose: Der wachsame Bademeister in Bauchlage.
Dein Sommer: hat dich als Regisseur für die kommende Sommer-Trilogie engagiert.


Schwan

‘Cause Darling I’m A Nightmare Dressed Like A Pooldream: Wenn es ein hippes 2015-Accessoires gibt, von dem Anfang das Jahres nicht mal Beyoncé gewusst hat, dann ist das diese langhalsige Schwimmschönheit. Mit ihren Besitzern und Fans – ja, dir – haben sie gemeinsam, dass man sich fühlen könnte, als wäre man schon ewig befreundet, wäre da nicht diese Vom-anderen-Stern-mäßige Aura. Du Überperformer. Dabei bist du aber so normal, dass man dir wirklich glaubt, dass dir das gar nicht so bewusst ist. Dafür will man dich sofort umarmen.

Deine Poolpose: Supergerader, aufrechter Sitz mit Sonnenbrille.
Dein Sommer: hat Herzchen in den Augen.


Donut

Komm mal wieder runter, diese Wahl heißt nicht unbedingt, dass du Zucker bist. Homer Simpson ist dein heimlicher Seelenverwandter und das verstehen wir total. Du stehst auf Schlafenszeit in Überlänge und überhaupt, wäre ein Kühlschrank neben dem Bett nicht eine wahnsinnig gute Idee? Trotzdem haust du rein, wenn’s die Sache und der Lieblingsmensch wert ist. Und auch wenn du erstmal acht Minuten brauchst, um die Packung aufzukriegen: Man würde sich mit dir sofort eine Runde Salzstangen teilen.

Deine Poolpose: Hängebauchkatzenmeme über zwei Zaunhälften.
Dein Sommer: sagt Omnomnom.


Yup, ich bin Donut, definitiv. Ihr so?

Fotos: John Woll

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