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2 Ways 2 Wear: Das Wichtigste auf einem Festival – Essen

 

Richtig verliebt habe ich mich auf einem Festival bisher nur einmal. Ich weiß, dass im Hintergrund Oasis lief, vielleicht am Samstag, aber sicher bin mir nicht. Ich saß vor meinem Zelt und dachte mir, wow, dass du im Grünen sitzt, während Oasis nur ein paar Meter Luftlinie entfernt auf der Bühne spielen, das ist was, woran du später noch ewig denken wirst. Ich denke tatsächlich oft daran. Nicht ganz so oft spuckt mein Gehirn dazu aus, dass es arschkalt war und ich meine Hand eigentlich gar nicht aus der Jackentasche nehmen wollte. Ich tat es trotzdem, manchmal macht man das ja. Kommt darauf an, für wen.

Fünf Sekunden später hielt ich den besten Burger meines Lebens in den Händen.

„Weißt du,”, sagt ein Freund letztens an der Stelle mit der Jackentasche zu mir. Wir sitzen im Park und ich streichle beim Reden unbewusst die Grashalme, die gar nicht Festival-stachelig, sondern richtig flauschig sind. „Das Schönste auf einem Festival ist sowieso nicht deine Lieblingsband oder deine Freunde, entweder bist nämlich du zu betrunken oder sie. Du kannst dich auf nichts verlassen. Außer auf eins: Das Essen.“

Er erzählt mir ungerührt, dass meine Oasisburgerbegegnung jeder kennt. Auch wenn darin nicht zwingend ein Stück Fleisch oder Tofu zwischen zwei Brötchenhälften im Rampenlicht steht, sondern das softeste Softeis oder der galaktische Kinderriegelwrap, während die Beatsteaks gespielt haben und die Schokolade genau im richtigen Badeseeszene-mit-Steg-in-deutschen-Filmen-mit-Robert-Stadlober-Winkel beschienen wurde.

Was weißt du schon von Liebe, will ich ihm stellvertretend für alle random Gemüsemix-mit-Nudeln-in-sich-Reinschaufler zurufen. Stattdessen zerpflücke ich Parkgrashalme. Ich bin sauer. Als hätte sich auf einmal eine Riesenportion Normalität zwischen den Veggie-Bratling, Wonderwall, die Brötchenhälften und mich geschoben. Der Burger war wahrscheinlich dreißig Prozent schmaler als seine Vorgänger, mit zu viel Ketchup und Salat müder als alle Festivalbeine zusammen, lauwarm, aber er spielte die Hauptrolle des Abends. Deshalb tragen Lauri und ich hier auch keinen Blumenkranz, sondern die Accessoires, die ein Festival wirklich komplett machen: Snacks. Wir gehen übrigens dieses Jahr noch zusammen auf eins, Reunion, Liebe, Snaxitement, alles und sehen dabei dann hoffentlich so aus:




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Bags & Schirm: Danke für das Sponsoring, New Look
Fotos: John Woll

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