Das <3-Item der Woche: voll verknallt in den Zürichsee

 

Sonntag Nummer 3 im neuen Zuhause – oder dem Ort, der es gerade zu werden versucht – neigt sich mit hellgrauem Himmel und drohendem Regen langsam dem Ende entgegen. Und das ist ok. Also der drohende Niederschlag. Die letzten Tage waren nämlich postkartenreif und hätten sich nicht weniger nach Alltag anfühlen können. Wenn es im echten Leben das Drop-Down-Menü für den aktuellen Status geben würde, dann wäre die Beziehung zwischen Zürich und mir “definitiv nicht kompliziert”. Und das liegt nicht daran, dass alles noch ganz frisch ist und wir uns beide nur von unserer Schoggi-Seite zeigen. Nö, das liegt vor allem an meinem ♡-Item der Woche: dem mega flawless Zürichsee!

Wie oft hätte ich mich in Berlin schon um ein Haar in die Spree gestürzt, weil man es spätestens ab 29 Grad einfach nicht mehr aushalten will ohne Abkühlung und es doch einfach zu schön wäre, mitten in der Stadt ein Gewässer mit Bade-Potenzial zu haben. Hat man aber nicht, es sei denn, man stört sich nicht an ein bisschen Brechdurchfall… Stattdessen pilgert man zu Hunderten an den Stadtrand oder ins Umland und rollt sich, Adilette an Adilette, wie Sardinen am Strand eines lauwarmen Badesees zusammen, oder lässt sich am Eingang einer hippen Poolbar ‘nen Fünfer Eintritt, die Snack-Nüsschen und sechs Euro für 0,75l Wasser abnehmen.

Ach Berlin, wenn das einer darf, dann du und ein kleines bisschen fehlt mir dein furztrockener Hochsommer sogar. Aber weißt du noch, der „mitten in der Stadt ein Gewässer mit Bade-Potenzial haben“-Traum? Der geht gerade für mich in Erfüllung.


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Plötzlich ist überall Wasser und das ist auch noch so blau und klar, dass ich mich regelmäßig wie in den Pool von Taylor Swift reinretouchiert fühle und mich frage, wo eigentlich Calvin Harris und der inflatable Schwan abgeblieben sind. Letztere gibt’s hier immerhin zu Hauf in echt, was meine innere Jukebox jedes Mal den Theme Song von „Der weiße Hai“ ankurbeln lässt, wenn sich unsere Wasserwege kreuzen. Bisher akzeptieren wir uns allerdings und Leben in Einklang. Es ist ja auch genug See für alle da.


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Selbst, wenn man wollte (was ich mir beim besten Willen nicht vorstellen kann), man kommt quasi einfach nicht drum rum. Und das Beste: man kommt überall einfach rein. Von der Wiese, vom Steg, von der Mole, aus der Badi – es kann tatsächlich 24/7 nach Herzenslust geplanscht werden.

Apropos, darf ich eigentlich erzählen, dass mein neuer Job sieben Fuß-Minuten vom „mitten in der Stadt Gewässer“ angesiedelt ist und ich schon diverse Male mittags einfach… Lieber nicht.


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