Beauty: von Kokosöl und Leberwurstnägeln

 

«Zum Kochen, Braten, Backen» lese ich beim Abdrehen des Deckels auf seinem Etikett und überlege ernsthaft, schon vor dem ersten Versuch, an dieser Stelle alles abzubrechen. Ich habe einen Topf mit Kokosöl in der Hand. Warum? Laut einer Freundin ist das sowas wie der Gallier-Zaubertrank unter den Beautyprodukten. Rasierschaumersatz, Haarkur, Abschminkzeugs und Anti-schlechte-Haut-Geheimwaffe in einem. Das hat mich gekriegt, muss ich zugeben. Nur steht davon jetzt nüscht auf dem Etikett. Ich werde mir also Bratfett ins Gesicht schmieren? Du, wenn das jetzt alles ein Riesenwitz war …

«Ok, ok, alle aufatmen. Sie hat mich nicht verarscht und ich möchte inzwischen so ungern ohne Kokosöl leben, wie Kanye ohne Twitter-Rants. Schon seit, hmm na, sagen wir mal zwei Monaten sind der weisse Fetttopf und ich ein Herz und eine Babypo-weiche-Seele. Sogar bis nach Kolumbien hab ich das Zeug schon geschleppt (gegen Mückenstiche soll es nämlich auch noch helfen, glaubt man’s?), dort hatten wir allerdings unsere erste, etwas unangenehme gemeinsame Erfahrung. Merke: andere Klimazone = anderer Aggregatzustand = Kokosöl Ü-BER-ALL. Abgesehen davon, tip top!


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Inzwischen hat der Topf, in verlässlicher, heimischer Durchschnitts-Temperatur, einen festen Stammplatz in meiner Dusche. Weil: Das Öl ist wirklich ganz hervorragend zum Rasieren geeignet UND macht meine Haut, die mit 30 dann auch mal in die Pubertät gekommen ist (schönen Dank auch, Universum), so so viel besser. Wie genau Fett unreine Poren reinigt. Das ist mir noch ein Rätsel, ich google es bei Gelegenheit mal. Jedenfalls: raus aus der Pfanne, rein ins Gesicht. Kokosöl kann nämlich viel mehr als kochen, backen und braten.

Ach ja und das auf meinen Nägeln, ne? Das ist keine Leberwurst. Versprochen.


Kokos7

<3

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