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	<title>sexdrugsblognroll &#187; specials</title>
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	<description>fetter ansatz. trockene spitzen.</description>
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		<title>Transformers 3</title>
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		<pubDate>Thu, 30 Jun 2011 12:39:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lia Haubner</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Kinodate starb irgendwann in den Nullerjahren. Illegale Streaming-Plattformen trugen maßgeblich dazu bei, dass &#8220;Kommste später zu mir und wir gucken Filme?&#8221; ein gesellschaftlich anerkannter Subtext für &#8220;Äh, ficken? Gummis habe ich da &#8230;&#8221; wurde. Der Film verlor dabei seine tragende Bedeutung. Was die zehn Minuten Verkrampftheit überbrückt, bevor es zur Sache geht, ist egal. Beinahe. Wann es sich trotzdem lohnt, mit einem Date das Lichtspielhaus des Vertrauens zu besuchen? Wenn wir unser Streaming-Gewissen durch kartenweise Karmapunkte erleichtern wollen. Oder <a href="http://sexdrugsblognroll.com/2011/06/30/transformers-3/"> […]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Kinodate starb irgendwann in den Nullerjahren. Illegale Streaming-Plattformen trugen maßgeblich dazu bei, dass &#8220;Kommste später zu mir und wir gucken Filme?&#8221; ein gesellschaftlich anerkannter Subtext für &#8220;Äh, ficken? Gummis habe ich da &#8230;&#8221; wurde.</p>
<p>Der Film verlor dabei seine tragende Bedeutung. Was die zehn Minuten Verkrampftheit überbrückt, bevor es zur Sache geht, ist egal. Beinahe. Wann es sich trotzdem lohnt, mit einem Date das Lichtspielhaus des Vertrauens zu besuchen? Wenn wir unser Streaming-Gewissen durch kartenweise Karmapunkte erleichtern wollen. Oder einfach noch nicht wissen, ob uns beim, ähm, heimischen Filme konsumieren nicht doch ein Kackfetisch begegnen könnte. </p>
<p>Und dann solltet ihr Transformers 3 gucken. Also im Kino. Die perfekte Date-Untermalung. Ehrlich jetzt. Blockbuster passen nicht, weil wir mehr mit der Person neben uns beschäftigt sein sollten als mit der Story. Fantasyfilme sind endlos (Transformers 3 auch, ja, aber Roboter-Alien-Autos sind besser als Hobbits, verdammt) und erfordern mehrere Zwischendurch-Klogänge, die unser Gegenüber daran erinnern, dass aus unseren Körperöffnungen nicht nur Rosenduft und Glitzerstaub kommt. Dramen? Äh. Date Movies? Örks. Und Holzhammer-Comedies? Gehen gar nicht, weil wir mit niemanden schlafen wollen, der über die Taser-Szene aus Hangover lacht. </p>
<p>Bleibt also das gute alte Action-Geballer. Wir können uns superironisch vom Geschehen distanzieren oder auf Traumfrau machen, indem wir schon vor der Werbung alle Autobots aufzählen. Wenn er stattdessen von der Hangover-Szene erzählt, sorgen die Special Effects dafür, dass wir nicht im Sekundentakt an die verschwendeten 10 Euro für die Karte denken. Die Handlung ist okay, aber nicht so, dass wir dringend aufmerksam sein müssten. Entscheidender Vorteil? Wir haben Shia LeBeouf, wenn es doch nicht so laufen sollte. Oder Megan Fox. Ach nee, die wurde ja von Rosie Huntington-Whiteley ersetzt. Und das wäre dann auch schon das grobe Highlight des Films. Perfekt, um währenddessen erste Körperflüssigkeiten auszutauschen. Und danach zu Hause bei Snakes On A Plane hoffen, dass das mit dem Kackfetisch nur ein statistisches Gerücht ist.</p>
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		<title>Dinge verlieren mit Kate Moss</title>
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		<pubDate>Wed, 29 Jun 2011 13:38:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lia Haubner</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vielleicht gibt es ja doch sowas wie ausgleichende Gerechtigkeit. Festivals zeigen uns seit Jahren, dass die Welt wenigstens ein bisschen glitzerponymäßig ist. Besitz und Wertgegenstände verteilen sich dort automatisch. Es kann durchaus vorkommen, dass wir aufwachen und auf einmal drei Klappstühle, vier Gabeln und zwanzig Shorts mehr besitzen. Ähnlich wie am Ende einer Beziehung. Was bleibt, ist ein dicker Kopf, tonnenweise Dreck und mehrere Paare Socken. Ich habe hier schon mal erwähnt, dass ich immer noch um meine “Abi 06″-Pornobrille, <a href="http://sexdrugsblognroll.com/2011/06/29/dinge-verlieren-mit-kate-moss/"> […]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vielleicht gibt es ja doch sowas wie ausgleichende Gerechtigkeit. Festivals zeigen uns seit Jahren, dass die Welt wenigstens ein bisschen glitzerponymäßig ist. Besitz und Wertgegenstände verteilen sich dort automatisch. Es kann durchaus vorkommen, dass wir aufwachen und auf einmal drei Klappstühle, vier Gabeln und zwanzig Shorts mehr besitzen. Ähnlich wie am Ende einer Beziehung. Was bleibt, ist ein dicker Kopf, tonnenweise Dreck und mehrere Paare Socken.</p>
<p>Ich habe hier schon mal erwähnt, dass ich immer noch um meine “Abi 06″-Pornobrille, die Gesichtsversion des Assi-Autoaufklebers, dramatisch hässlich, peinlich, trauere. Ein typischer Festivalverlust. Außerdem finde ich tragisch, dass die Kamera eines Kumpels aus meiner Hosentasche (bevor Modemädchen meine Freundinnen wurden, trug ich ja noch Jeans) geklaut wurde und sich irgendein Arsch täglich an Bildern erfreut, die zeigen, wie ich diversen Bandmitgliedern backstage Vodka von den müllsackumwickelten Nippeln schlürfe (oder so). Seitdem klar ist, dass Kate Moss ihren Verlobungsring auf dem Glastonbury Festival verloren hat, fühle ich mich aber nicht mehr ganz so schlecht. Schließlich kostet das gute Stück das Zehntausendunendlichmillionenfache meiner Kamera, selbst mit Nippel-Schlürf-Wert. </p>
<p><a href="http://www.femalefirst.co.uk/celebrity/Kate+Moss-40058.html" target="_blank">Female First</a> sagt, dass das Ganze passiert ist, weil sie beim Auftritt ihres Bald-Ehe-Mackers Jamie Hince das Erste-Reihe-Groupie gab. Schicksal oder Guckt-mal-ich-heirate-bald-voll-für-die-Ewigkeit-und-alle-sollen-es-sehen-Zufall? Schließlich hat die Gute erst die <a href="http://judyhalone.com/2011/06/24/kate-moss-ashtrays-alcohol-wedding/" target="_blank">Geschenkeliste </a> promotet: Champagner, Bling-Bling-Cocktail-Set, vierzehn Super-Aschenbecher. Wir vermuten, dass sie die Geschenkeliste um nochmals zehn pro Kategorie erweitert, um den 15.000-Öcken-Schmuck-Verlust zu kompensieren. Ich dagegen würde mich einfach nur freuen, wenn mir morgen ein Postbote alle Klamotten überreicht, die ich bei den Festivals, Beziehungsmännern und Übernachtungs-WGs dieser Welt verloren habe (dieses Shirt! Das beste schwarze Top der Welt! Der Lieblingsparka!). Socken und Verlobungsringe sind auf Dauer einfach nicht das Wahre.</p>
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		<title>Krümelmonsterfell</title>
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		<pubDate>Tue, 21 Jun 2011 10:36:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lia Haubner</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seitdem ich hin und wieder auf eure Twitpics klicke, bin ich innerlich tot. Deshalb schockt mich Lady GaGas kuschelige Colorblocking-Interpretation gar nicht. Sie widert mich nicht mal richtig an. Und das, obwohl Miss &#8220;Born This Way&#8221; knalltürkisblaue Achselhaarbüschel farblich passend zu ihrer Frisur kombiniert. So geschehen bei den Much Music Awards in Toronto. Guckt euch das hier bitte mal an. Und alle so: Eww! Oder? Untenrum sind wir tolerant. Ob Kahlschlag, Landing Strip oder einrasiertes klingonisches Schriftzeichen: Spätestens seit Hank <a href="http://sexdrugsblognroll.com/2011/06/21/lady-gaga-achselhaare-kruemelmonsterfell/"> […]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seitdem ich hin und wieder auf eure Twitpics klicke, bin ich innerlich tot. Deshalb schockt mich Lady GaGas kuschelige Colorblocking-Interpretation gar nicht. Sie widert mich nicht mal richtig an. Und das, obwohl Miss &#8220;Born This Way&#8221; knalltürkisblaue Achselhaarbüschel farblich passend zu ihrer Frisur kombiniert. So geschehen bei den Much Music Awards in Toronto. Guckt euch das <a href="http://www.dailyfill.com/Why-Is-Lady-GaGa-Trying-To-Give-Us-Nightmares-The-Pop-Star-Debuts-Blue-Armpit-Hair-93650/" target="_blank">hier</a> bitte mal an. Und alle so: Eww! Oder?</p>
<p>Untenrum sind wir tolerant. Ob Kahlschlag, Landing Strip oder einrasiertes klingonisches Schriftzeichen: Spätestens seit Hank Moody wissen wir, dass <strike>büschelweise</strike> Schamhaare und Beischlaf zusammenpassen. Bei weiblichen Achseln gilt spannenderweise nach wie vor die Null-Stoppel-Toleranz-Grenze. Vielleicht liegt das am Mangel der spezialisierten Schriftzeichen-Künstler. Ich finde übrigens, dass das okay ist, weil ich keine Hobbyzüchterin bin, die die Rasierklingen einfriert und eine Extra-Flasche Concealer rausholt, wenn die Typen in meinem Umfeld mal kurz einkaufen gehen.</p>
<p>Deswegen funktioniert der Du-hast-da-was-Wuscheliges-Schocker, mit dem Nena in den Achtzigern die britische Presse kitzelte, immer noch <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Achselhaar" target="_blank">ganz gut</a>. Julia Roberts zeigte ihre Achselhaare bei der &#8220;Notting Hill&#8221;-Premiere, Drew Barrymores Gewächs beglückte Fashion Week-Besucher, Beyoncé demonstriert <a href="http://www.celebritysmackblog.com/2008/12/03/beyonce-has-hairy-armpits/" target="_blank">hier</a>, dass sich eine Ärmellos-Klamotte und der Minibusch-Ansatz nicht unbedingt ausschließen. Und jetzt freuen wir uns auf das erste Modeblog-Mädchen, das sich eine Achselmähne heranzüchtet und die Strähnen passend zu den Chanel-&#8221;Mimosa&#8221;-Nägeln färbt. Los! </p>
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		<title>Apfeleinhorn</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Jun 2011 09:10:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lia Haubner</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Leute fragen mich: &#8220;Hey, Lia, wo arbeitest du eigentlich?&#8221;, also räumlich, und ich kauere mit dem Notebook in einer dunklen Ecke und weiß nicht, was ich antworten soll. Tatsächlich benutze ich nie einen Tisch. Die weiße Zehn-Euro-Ikea-Konstruktion ist vorhanden, klar, aber dort mehr erledigen als Schminke stapeln und Dinge verstreuen? Hm. Wer sich das genauer angucken willen, hat heute bei Stylish Kids in Riot die, ähm, exklusive Chance. In der fabulösen Rubrik Arbeitsplatz Peepshow könnt ihr meine unfassbar spannenden <a href="http://sexdrugsblognroll.com/2011/06/20/das-apfeleinhorn/"> […]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Leute fragen mich: &#8220;Hey, Lia, wo arbeitest du eigentlich?&#8221;, also räumlich, und ich kauere mit dem Notebook in einer dunklen Ecke und weiß nicht, was ich antworten soll. Tatsächlich benutze ich nie einen Tisch. Die weiße Zehn-Euro-Ikea-Konstruktion ist vorhanden, klar, aber dort mehr erledigen als Schminke stapeln und Dinge verstreuen? Hm. Wer sich das genauer angucken willen, hat heute bei <a href="http://www.stylishkidsinriot.com/2011/06/monday-sucks-die-arbeitsplatz-peepshow-sexdrugsblogandroll/" target="_blank">Stylish Kids in Riot</a> die, ähm, exklusive Chance. In der fabulösen Rubrik <a href="http://www.stylishkidsinriot.com/2011/06/monday-sucks-die-arbeitsplatz-peepshow-sexdrugsblogandroll/" target="_blank">Arbeitsplatz Peepshow</a> könnt ihr meine unfassbar spannenden Detailbilder bewundern und überlegen, wie lange ich für die Anordnung des Ordner-Stilllebens gebraucht habe.</p>
<p>In zehn Jahren schaffe ich rückentechnisch wahrscheinlich nicht mal mehr den herabschauenden Hund und werde von meinen vitalen Pilates-Freundinnen gemobbt, indem sie mich knallhart aus Gummimatten-Interessengemeinschaft aussschließen, aber gut. Ich bin trotzdem stolz auf mich. Mittlerweile bin ich so lieb zu meinem favorisierten Elektrogerät, dass es eine weiche Tasche als Unterlage bekommt. Überall. Ich investierte Unmengen in ein knallpinkes Einhorn-Motiv. Meine Kommilitionen verschicken deshalb bereits interne Rundmails, in denen meine Abschiebung in die siebte Klasse diskutiert wird. Ich ordne die geballte Pussy-Portion dagegen dem <a href="http://www.mariahconnection.com/the-theme-room" target="_blank">Mariah Carey-Spielzimmer-Paradigma</a> zu. Dass dreißigjährige Frauen mit endlos scharfer Agent Provocateur-Wäsche plus Business-Schick unter den Designer-Boots ein altes Paar H&#038;M-Hello Kitty-Socken tragen, passiert öfter, als ihr glaubt. Die notebooktaschegewordene Hello Kitty-Socke. Klingt doch gut, oder?</p>
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		<title>Die dunkle Seite</title>
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		<pubDate>Thu, 16 Jun 2011 09:33:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lia Haubner</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Frauen haben die Macht. Also so &#8216;n bisschen. Wimperntusche ist unsere Allzweckwaffe, Beauty-Blogger unsere Klonkrieger, Lippenstift unser Laserschwert. Und hier dürfen wir wählen, zu welcher Seite wir gehören möchten. Während zarte Töne, Neon-Farben und Nude-Schimmer Yoda-gut sind, geht alles, was dunkler ist als Knallrot (oder Lila) in Richtung Sith-Lord. Dunkler Lippenstift ist böse. Und wird ausgerechnet von Emma Watson auf dem Juli-Cover der US-Vogue vorgeführt. Das ist wahrscheinlich kein Zufall. Dunkler Lippenstift macht groß und alt. Perfekt zum Überpinseln des <a href="http://sexdrugsblognroll.com/2011/06/16/emma-watson-vogue-lippenstift/"> […]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Frauen haben die Macht. Also so &#8216;n bisschen. Wimperntusche ist unsere Allzweckwaffe, Beauty-Blogger unsere Klonkrieger, Lippenstift unser Laserschwert. Und hier dürfen wir wählen, zu welcher Seite wir gehören möchten. Während zarte Töne, Neon-Farben und Nude-Schimmer Yoda-gut sind, geht alles, was dunkler ist als Knallrot (oder Lila) in Richtung Sith-Lord. Dunkler Lippenstift ist böse. Und wird ausgerechnet von Emma Watson auf dem Juli-Cover der US-Vogue vorgeführt. </p>
<p>Das ist wahrscheinlich kein Zufall. Dunkler Lippenstift macht groß und alt. Perfekt zum Überpinseln des eintätowierten &#8220;Harry Potters schlechtfrisierte Streber-Freundin&#8221;-Image. Das übernahm hier übrigens Stylistin Camilla Nickerson, abgelichtet wurde Emma von Ich-hatte-sie-alle-Knipser Mario Testino. Ich weiß, an dieser Stelle sollten wir eigentlich ruhig sein und uns darüber freuen, dass sie ihr Teeniestar-Dasein nicht mit akutem Muschi-Zeigen kompensiert. Trotzdem: Mit der Grufti-Kriegsbemalung auf den Lippen kann ich mich nicht so wirklich anfreunden. Weil wir damit auf einmal kalkweiß wirken, brauchen wir unfassbar dicke Rouge-Balken. Die erfordern dann wiederum unfassbar dicke Augenbrauen. Was irgendwann dazu führt, dass wir uns einfach nur noch die Kapuze ins Gesicht ziehen und auf den nächsten Make-Up-Entferner warten. Sith-Lord-Style, sage ich ja.</p>
<div style="width:912px;">
<div style="width:345px; float: left; vertical-align:top; margin-right:9px;">
<span style="font-family: HelveticaNeue, arial; font-size:14px;">Doch das dunkle Statement wird nicht nur auf dem aktuellen Vogue-Cover zelebriert: Auch Rihanna oder Jessie J plündern regelmäßig die Goth-Schminkvorräte unschuldiger Teenager. Oder so. </p>
<p>Natürlich sehen die Ladies dabei nicht schlecht aus. Jessies Erscheinung knallt in der ersten Sekunde, RiRi erfreut alle Nieten-und-Leder-Interessensgemeinschaften endlich auch make-up-technisch, Emma Watson ist auf einmal verrucht. Doch wenn wir genau hingucken, bemerken wir: Das kann nicht gut gehen.</span>
</div>
<div style=" float:right; width:540px; margin:0px; height:290px; padding-top:0px;"><object width="540" height="286"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/PlRFglnMyzs?version=3&amp;hl=de_DE&amp;rel=0"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/PlRFglnMyzs?version=3&amp;hl=de_DE&amp;rel=0" type="application/x-shockwave-flash" width="490" height="286" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></div>
</div>
<p><br style="clear:both;">Dafür sind dunkle Lippen immer ein bisschen zu sehr &#8230;. Retro-Teenie-Goth-Grunge-mäßig. Soll heißen: War mal cool, beginnt jetzt aber langsam zu müffeln. Also optisch. Guckt euch Courtney Love an. Und wählt die gute Seite, ja?</p>
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		<title>Game Over</title>
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		<pubDate>Wed, 15 Jun 2011 15:52:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lia Haubner</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das durchsichtige Nachthemd ist die Jogginghose des Sommers. Deswegen ist es auch gar nicht verwerflich, um neunzehn Uhr darin auf einem Bürostuhl zu sitzen, am Pfingstmontag, den Telefonhörer in der linken Hand. &#8220;Ich habe gestern meinen Ikea-Schrank aufgebaut und hasse alle NBA-Feiertagsgucker&#8221;, sagt meine beste Freundin. Ich nicke und betrachte meine Zehennägel. Einer ist gruselig, die anderen perfekt lackiert. What Would Dirk Nowitzki Do? Gewinnen. Auch gegen diese Zehennagel-Situation. Ich klemme das Mobiltelefon zwischen Ohr und Schulter und schnappe mir <a href="http://sexdrugsblognroll.com/2011/06/15/game-over/"> […]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://sexdrugsblognroll.com/wordpress/wp-content/uploads/sdbr-gameover-22.jpg"><br />
Das durchsichtige Nachthemd ist die Jogginghose des Sommers. </p>
<p>Deswegen ist es auch gar nicht verwerflich, um neunzehn Uhr darin auf einem Bürostuhl zu sitzen, am Pfingstmontag, den Telefonhörer in der linken Hand. &#8220;Ich habe gestern meinen Ikea-Schrank aufgebaut und hasse alle NBA-Feiertagsgucker&#8221;, sagt meine beste Freundin. Ich nicke und betrachte meine Zehennägel. Einer ist gruselig, die anderen perfekt lackiert. What Would Dirk Nowitzki Do? Gewinnen. Auch gegen diese Zehennagel-Situation. Ich klemme das Mobiltelefon zwischen Ohr und Schulter und schnappe mir den Nagellackentferner. Jetzt mit innovativem Pumpkopf. Auf den die innovative Beautykonsumentin das Wattepad befördert, einmal drückt und es so mit der perfekten Menge versorgt. </p>
<p>Natürlich kann die innovative Beautykonsumentin auch &#8220;Was echt?&#8221; in den Telefonhörer kreischen, aufgeregt auf dem Bürostuhl mit Rollen hibbeln, in diesem Moment innovativ pumpen, ausrutschen und den Inhalt der Nagellackentfernerflasche in ihr linkes Auge katapultieren. Es passiert schnell. Meine Auge zersetzt sich, gefühlt, ich lasse den Hörer fallen, hämmere an die Zimmertür des Mannes und kreische: &#8220;NAGELLACKENTFERNER! IN MEINEM AUGE! GOOGLE DAS! GOOGLE, WAS MAN TUN MUSS!“ </p>
<p>Kaltes Wasser. Brennende Netzhäute. Der Mann in meinem Wohnzimmer erklärt mir erstaunt, dass &#8220;Nagellackentferner+Auge&#8221; bei Google total wenige Ergebnisse bringt. Das Internet hasst mich. Der Mann auch. Ich wähle die Notdienstnummer, schäme mich unfassbar und hoffe auf &#8220;Kamillentee-Kompressen reichen“. (Es ist peinlich, ja, aber es gibt auch &#8220;Hey, ich hab &#8216;nen Seifenspender im Rektum, der nicht mehr rausgeht, reicht da &#8216;ne Kamillen-Tee-Spülung?&#8221;-Anrufer. Bestimmt. Regelmäßig.)</p>
<p>Natürlich muss ich trotzdem vorbeikommen. </p>
<p>&#8220;Hier, ich glaube, die Verätzung ist da!“<br />
Ist das die Grey&#8217;s Anatomy-Version von <a href="http://www.youtube.com/watch?v=Pm4ePwjHAH4&#038;feature=related" target="_blank">Imbissdeutsch für Fortgeschrittene</a>? &#8220;Ich bin das Schaschlik und er ist die Pommes&#8221; &#8211; &#8220;Aber Pils seid ihr beide, nä&#8221; 2.0? Ähem. Der Augenarzt macht kompetente Behandlungsdinge, mir geht es nämlich wieder super und ich werde keine bleibenden Schäden davontragen (außer eine Brille, erstmal. Hinter der ich unglücklich hervorgucke. Hauptberuflich). Vorher spült McNotaufnahmenDreamy aber noch ein bisschen an meinem Auge rum. Ich habe Todesangst. Literweise Flüssigkeit kriecht mir über das Gesicht und in den Ausschnitt meines Kleides. Das nicht weiß ist, sondern rosa, aber die Idee zählt. Mir fällt auf, dass McNotaufnahmenDreamy wirklich heiß ist und wir auf dem besten Weg zu einem améliemäßigen Romanze <strike>sind</strike> sein könnten. Aber mit all dem Augen-Sagrotan, den innovativen Pumpköpfen und den sterilen Instrumenten kann das nur auf YouPorn enden. Also vertraut mir und lasst das mit dem Nagellackentferner an Feiertagen. Und der Innovation. Und dem Telefonieren. Danke.</p>
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		<title>Der Farbhelm</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Jun 2011 09:09:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lia Haubner</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Er war klein, aus Plastik und veränderte mein Leben. Klingt nach Vibrator, war aber ein Directions-Farbtopf. Versprochen. Für fünf Euro machte er aus mir Die-mit-den-grünen-Haaren, Spring Green, versteht sich. Zwischen dem elften und dem neunzehnten Lebensjahr gibt es eine Phase im Leben einer Frau, die wir den Farbhelm nennen. Wir entdecken, dass unsere Naturhaarfarbe arschlangweilig ist und die erste Rebellion nur ein versautes Waschbecken weit entfernt liegt. Kopf rein, Topf auf, die Einwirkzeit einmal gepflegt überschreiten, fertig. Böse Zungen behaupten, <a href="http://sexdrugsblognroll.com/2011/06/10/der-farbhelm/"> […]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Er war klein, aus Plastik und veränderte mein Leben. Klingt nach Vibrator, war aber ein Directions-Farbtopf. Versprochen. Für fünf Euro machte er aus mir Die-mit-den-grünen-Haaren, <i>Spring Green</i>, versteht sich. Zwischen dem elften und dem neunzehnten Lebensjahr gibt es eine Phase im Leben einer Frau, die wir den Farbhelm nennen. Wir entdecken, dass unsere Naturhaarfarbe arschlangweilig ist und die erste Rebellion nur ein versautes Waschbecken weit entfernt liegt. Kopf rein, Topf auf, die Einwirkzeit einmal gepflegt überschreiten, fertig.</p>
<p>Böse Zungen behaupten, dass sich hier bereits entscheidet, welche Scripted Reality-Doku-Rolle wir in naher Zukunft verkörpern könnten. Auberginefarbene Köpfchen dealen später mal mit Tupperware, Miss Blauschwarz wird der Star der Wendler-Coverband, Fräulein Oh-doch-kein-Platinblond-sondern-Pissorange bekommt noch vor dem achtzehnten Geburtstag Nachwuchs, dessen Name auf Ändy endet. Alle anderen werden volljährig und erinnern sich irgendwann daran, dass Blondbraundunkel ja gar nicht mal so übel aussieht.</p>
<p>Bisher.</p>
<div>
<div style="width:595px; float: left;">
<p>
Denn wenn es nach den Celebrity-Damen geht, feiert der Farbhelm gerade ein glitzerndes Twentysomething-Zielgruppen-Comeback. Rihannas Mähne ist immer noch <a href="http://meinrap.de/2011/06/02/rihanna-man-down-video/" target="_blank">rot</a>, Katy Perrys schon mal stahlblau. Und Lady GaGa? Zeigte erst gestern beim <a href="http://gagasass.tumblr.com/post/6374746177" target="_blank">Topmodel-Finale</a>, dass dieser beängstigend türkise &#8220;Hey! Get In Lime!&#8221;-Modeblogger-Fingernagel-Ton auch auf ihrem Kopf funktioniert. Der Schnitt? Ist weniger Rapunzel als Aqua meets Scooter. Ein kinnlanger Knallfarben-Bob mit schnurgeradem Kurz-Pony scheint auf einmal das erklärte Ziel aller Stil-Träume zu sein. </p>
<p>Können wir einen Haar-Trend akzeptieren, der eher sowas wie der DJ Bobo unter den Frisuren ist?  Selbstverständlich.</p></div>
<div style="background-image:url(http://sexdrugsblognroll.com/wordpress/wp-content/uploads/sdbr-farbhelm-katy.jpg); float: right; width:300px; margin:0px; height:227px; padding-top:1px;">
</div>
</div>
<p><br style="clear:both;" /> Weil für jeden Eurodance-Trash-Nostalgie-Song, den David Guetta und die Black Eyed Peas veröffentlichen, irgendwo ein kreischend bunter Neunziger-Bob geschnitten werden muss. Das ist Retro-Karma. Und deshalb werden wir uns vermutlich bald wieder durch knallende Haar-Farbkarten wühlen und die Bravo Hits 13 rauskramen. Bleibt nur noch eine entscheidende Stil-Frage: Rihannas Poppy Red, Frau Perrys Neon Blue oder dann doch eher das GaGa-Turquoise?</p>
<p><br/></p>
<p>Katy Perry via <a href="http://www.flickr.com/photos/gillyberlin/5531957161/sizes/l/in/photostream/" target="_blank">gillyberlin</a></p>
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		<title>Frischfleisch</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Jun 2011 19:10:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lia Haubner</dc:creator>
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		<category><![CDATA[leben]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich finde, der gute Steve sollte das mit den Kabeln vergessen und endlich den Replikator erfinden. Oder für mich kochen. Außerdem wäre es super, wenn noch mehr Menschen ausrufen könnten, dass iPhones die Arschgeweihe des 21. Jahrhunderts sind. Und: Concealer helfen nicht. Ich habe das ausprobiert. In den letzten drei Monaten klatschte ich mir High End-Pampe, Drogerie-Grütze, Corrector plus Primer plus hautfarbene Vollton-Abtönfarbe unter die Lider &#8211; und sah trotzdem aus wie Taylor Momsen. Also um die Lider. Nur dass <a href="http://sexdrugsblognroll.com/2011/06/07/frischfleisch/"> […]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich finde, der gute Steve sollte das mit den Kabeln vergessen und endlich den Replikator erfinden. Oder für mich kochen. Außerdem wäre es super, wenn noch mehr Menschen ausrufen könnten, dass iPhones die <a href="http://mundmische.de/bedeutung/33200-Das_iPhone_ist_das_neue_Arschgeweih" target="_blank">Arschgeweihe</a> des 21. Jahrhunderts sind. Und: Concealer helfen nicht. Ich habe das ausprobiert. In den letzten drei Monaten klatschte ich mir High End-Pampe, Drogerie-Grütze, Corrector plus Primer <strike>plus hautfarbene Vollton-Abtönfarbe</strike> unter die Lider &#8211; und sah trotzdem aus wie Taylor Momsen. Also um die Lider. Nur dass der Panda-Augen-Effekt bei mir unter den Wimpern stattfindet.</p>
<p>&#8220;Du musst mehr auftragen! Mit einem echten Concealer-Pinsel&#8221;, meint meine Freundin und blickt mich mit meiner Concealertuben-Handhabung an wie eine Nutte eine Nonne, die soeben das erste Mal in ihrem Leben ein Kondom über eine Banane stülpt. </p>
<p>Ich wende mich ab. Starre auf meinen Notebook-Bildschirm. Gut so. Neben Augenringen bestehe ich gerade zu gleichen Teilen aus Captain Picards Sexappeal, Donald Drapers Laune, Hank Moodys Tagesoutfits und einer großen Portion Blondhaar. Serien-Staffeln sind das, was konstant bleibt, wenn sich alles andere überschlägt. Deshalb guckte ich unendlich viele Star Trek-Folgen, die letzte Staffel Skins, zwei Staffeln Californication und eine Staffel Mad Men, während ich eine Bachelorarbeit schrieb, adrenalinfördernde Jobdinge tat, seltsame Entscheidungen traf und für einen quälend langen Zeitraum Apothekerinnen &#8220;Schönen Tag noch&#8221; zurief (warum wünschen wir Menschen ständig einen schönen Tag, obwohl wir es nie so meinen und &#8220;Verrecke in einem Raum, in dem die Top Ten der Charts in Endlosschleife laufen!&#8221; doch viel angemessener wäre? Ist das Konditionierung? Eine Art Höflichkeits-Tourette? Würde ich der Backwarenverkäuferin von nebenan auch noch einen wundervollen Tag wünschen, wenn sie vor meinen Augen auf die Käsebreze in der Tüte rotzen würde? Schrieb das schon mal jemand?). </p>
<p>Große Dinge tun fühlt sich an wie ein Zahnarztbesuch, gemischt mit einer Prise Der-Typ-der-sich-um-fünf-Uhr-morgens-im-vollbesetzten-ICE-neben-dir-erstmal-ein-Mettbrötchen-reinzieht. Es ist nicht magisch. Ich beschloss, absolvierte, überlebte eine Stange Bedeutendes, gerade erst. Und es passierte nichts. Es gibt keine prickelnden Gefühle. Ich krieche vom Schauplatz, dusche den Angstschweiß ab, ziehe ein neues Kleid an und dann ist eigentlich alles so wie immer. Übrigens trage ich hier irgendwas Unspektakuläres und sexdrugsblognroll ab sofort ein neues Outfit. Hier geht es jetzt nämlich weiter. Yeah!</p>
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		<title>Oh Johnny</title>
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		<pubDate>Wed, 18 May 2011 21:20:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lia Haubner</dc:creator>
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		<category><![CDATA[johnny depp]]></category>
		<category><![CDATA[leben]]></category>
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		<description><![CDATA[Homer und Marge? William und Kate? Joko und Klaas? Vergesst es. Das eigentlich perfekte Paar sind Johnny Depp und Vanessa Paradis. Sie führen ein märchenhaftes Leben zwischen Weinreben und Ischliebedischs in Frankreich und haben zwei wundervolle Kinder. Der nervtötende Abwasch ist kein Thema, weil das der Celebrity-Spül-Beauftragte erledigt. Vermuten wir. Also alles perfekt. Wäre da nicht eins: Hüte. Die Johnny Depp liebt. So sehr, dass er damit mittlerweile zwei Zimmer füllen kann <a href="http://sexdrugsblognroll.com/2011/05/18/oh-johnny-depp/">[...]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Homer und Marge? William und Kate? Joko und Klaas? Vergesst es. Das eigentlich perfekte Paar sind Johnny Depp und Vanessa Paradis. Sie führen ein märchenhaftes Leben zwischen Weinreben und Ischliebedischs in Frankreich und haben zwei wundervolle Kinder. Der nervtötende Abwasch ist kein Thema, weil das der Celebrity-Spül-Beauftragte erledigt. Vermuten wir. Also alles perfekt. Wäre da nicht eins: Hüte. Die Johnny Depp liebt. So sehr, dass er damit mittlerweile zwei Zimmer füllen kann.</p>
<p>Und wenn wir hier zwei Zimmer schreiben, meinen wir natürlich kein fensterloses Kabuff in Wohnklo-Größe. Uns schweben fußballfeldgroße Räume mit goldbehängten &#8211; aber lassen wir das. Zwei Zimmer. Johnny. Hüte. Und die sollen seiner Angetrauten ziemlich auf den Sack gehen. Wenn wir den Herrschaften von <a href="http://www.contactmusic.com/news.nsf/story/johnny-depp-given-hat-ultimatum_1219869" target="_blank">Contactmusic</a> glauben dürfen, hat Vanessa Paradis ihrem Macker damit gedroht, die Hutsammlung eigenhändig in die Tonne zu befördern, wenn er die Dinger nicht endlich selbst ausmistet. Eine Szene, die wir aus Zusammenzieh-Dokus kennen. Die Situation spitzt sich dramatisch zu, weil Schatz mit Pimmel die Fußballschuhe an die brandneue Wand der gemeinsamen Wohnung nagelt, während Mausi mit Muschi doch eigentlich die Seidenmalerei-Vorhänge im Wohnzimmer anbringen will.</p>
<p>Wenn wir bereit sind, aus dem WG-Zimmer eine 60 Quadratmeter große Zweisamkeits-Kuschelecke zu machen, erkennen wir erstmal, dass sich über Geschmack verdammt gut streiten lässt. Und fragen uns, warum wir regelmäßig Sex mit jemanden haben, der seine Schallplatten alphabetisch sortiert. Meistens kommt es aber gar nicht so weit. Ikea-Pärchenhöllen mit geschwungenen Vasen, Plastik-Rosen und Blümchenbettwäsche entstehen zum Beispiel, weil einem der Beziehungsmenschen an der gemeinsamen Wohnung irgendwann nur noch die Innenausstattung des Kühlschranks wichtig ist. Aus Alltagsfriedensdingsgründen.</p>
<p>Doch je mehr sich das betreffende Paar von Fußi-Dosenbier-Steak-Uwe und Segelschuh-Cellulite-Cupcakes-Ursula entfernt, desto schwieriger wird es. Aus Meins und Deins wird nämlich nicht Unseres. Sondern Sowasvonmeins, das hier jetzt stehen bleibt, verdammt. Das ist aber gar nicht böse gemeint. Eigentlich müssen wir uns auch noch freuen, wenn der Liebste auf seine Window-Color-Fische im gemeinsamen Bad besteht. Weil er seine Lieblingsstücke mit uns teilen will. Deswegen schenke ich allen, die ich lieb habe, zu unterschiedlichen Anlässen die erste Skins-Staffel (obwohl mir 99,7 Prozent danach abfällig &#8220;Ey, diese Dawson&#8217;s Creek-Zeit ist jetzt auch vorbei, ne&#8221; an den Kopf schleudern).</p>
<p>Das Problem? Niemand mag verwirrte Teenies, die sich gegenseitig vögeln (unverständlicherweise). Oder beschissen gemalte Fisch-Plastikbilder in der Dusche (definitiv). Also gibt es eigentlich nur eine friedliche Lösung: Zähneknirschend ein komplett neues Einrichtungskapitel aufschlagen und sich eine gemeinsame ähm, Briefmarkensammlung zulegen. Und weil Frieden langweilig ist, würde ich selbst bei meinem Einzug in das Domizil eines dreischwänzigen kochenden Halbgottes mit Gitarrenskills, Bela B.-Stimme und Bart erstmal das abgeranzte Beatsteaks-Poster im Flur anbringen und mein Bett mitschleppen. Dafür kann man dann auch mal zwei Hutzimmer in Kauf nehmen. Oder?</p>
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		<title>Die Ganzkörperfolter</title>
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		<pubDate>Mon, 16 May 2011 19:26:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lia Haubner</dc:creator>
				<category><![CDATA[specials]]></category>
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		<description><![CDATA[<img src="http://sexdrugsblognroll.com/wordpress/wp-content/uploads/sdbr-jumpsuit-thumbneu1.jpg"> Mit den Balladen-Fummeleien, Party-Grillsteaks und Lämmermann-Gedächtnisfrisuren wurde am vergangenen Eurovision Song Contest-Wochenende noch etwas anderes ... ähm, Gewöhnungsbedürftiges ausgepackt: Der Jumpsuit. Seine Erfolgsstory ist simpel. Lena trug ihn, alle wollen ihn. Und damit ist die Sache <a href="http://sexdrugsblognroll.com/2011/05/16/jumpsuits-die-ganzkoerperfolter">[...]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://sexdrugsblognroll.com/wordpress/wp-content/uploads/sdbr-jumpsuits-bild1.jpg"></p>
<p>Mit den Balladen-Fummeleien, Party-Grillsteaks und Lämmermann-Gedächtnisfrisuren wurde am vergangenen Eurovision Song Contest-Wochenende noch etwas anderes &#8230; ähm, Gewöhnungsbedürftiges ausgepackt: Der Jumpsuit. Seine Erfolgsstory ist simpel. Lena trug ihn, alle wollen ihn. Und damit ist die Sache noch nicht mal ansatzweise fertig erzählt. Seit zwei Jahren hebt sich der Jumpsuit mit den ersten Sonnenstrahlen wie ein Trend-Zombie aus der Grabkammer der längst vergessenen Retro-Outfits. Die einen nennen ihn Schlafanzug, die anderen Figurkiller. Und dann gibt es noch die Fraktion, die ihn trägt. </p>
<p>Das gute Stück ist schließlich praktisch. Bequemer als die Jogginghose. Leichter als als eine Tunika. Der Jumpsuit flattert im Sommerwind und verpasst uns das ultimative Erdbeeren-mit-Sahne-Gefühl. Doch der Grad zwischen Hach und Würg ist verdammt schmal. Was wir spätestens merken, wenn wir in Beinstrecker-Heels in einer winzigen Klo-Kabine stehen und versuchen, uns irgendwie aus den trendige Stoffbahnen zu schälen.</p>
<p>Jumpsuits sind Overalls, die sich einen trendigen Künstlernamen verpasst haben, damit ihr Arbeitsklamotten-Ursprung ein bisschen glitzernder klingt. Wir erinnern uns dabei an das handelsübliche Auftreten des Feuerwehrmannes &#8211; gerne auch beim supersexy Kalendershoot mit dem D-Schlauch zwischen den Beinen. Ob sich Yves Saint Laurent davon inspiriert fühlte? Keine Ahnung. Jedenfalls ist er irgendwie Schuld daran, dass die guten Stücke überhaupt erst auf dem Laufsteg Einzug hielten. In Schwarz, wohlgemerkt.</p>
<p>Die 2011er-Modelle tendieren aber weniger zur &#8220;Taken By A Stranger&#8221;-Schmierekajal-Verruchtheit als in die Ich-kann-meinen-Namen-tanzen-Flower-Power-Richtung. Frisch aus übrig gebliebener Modeblogger-Bettwäsche zusammengepflückt. Und bloß nicht umdrehen, weil sonst irgendwie die Windel-Optik droht. Selbst auf Heels. Wollen wir das tragen? Und wie sah Lena am Samstag eigentlich von hinten aus?</p>
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