
Mit den Balladen-Fummeleien, Party-Grillsteaks und Lämmermann-Gedächtnisfrisuren wurde am vergangenen Eurovision Song Contest-Wochenende noch etwas anderes … ähm, Gewöhnungsbedürftiges ausgepackt: Der Jumpsuit. Seine Erfolgsstory ist simpel. Lena trug ihn, alle wollen ihn. Und damit ist die Sache noch nicht mal ansatzweise fertig erzählt. Seit zwei Jahren hebt sich der Jumpsuit mit den ersten Sonnenstrahlen wie ein Trend-Zombie aus der Grabkammer der längst vergessenen Retro-Outfits. Die einen nennen ihn Schlafanzug, die anderen Figurkiller. Und dann gibt es noch die Fraktion, die ihn trägt.
Das gute Stück ist schließlich praktisch. Bequemer als die Jogginghose. Leichter als als eine Tunika. Der Jumpsuit flattert im Sommerwind und verpasst uns das ultimative Erdbeeren-mit-Sahne-Gefühl. Doch der Grad zwischen Hach und Würg ist verdammt schmal. Was wir spätestens merken, wenn wir in Beinstrecker-Heels in einer winzigen Klo-Kabine stehen und versuchen, uns irgendwie aus den trendige Stoffbahnen zu schälen.
Jumpsuits sind Overalls, die sich einen trendigen Künstlernamen verpasst haben, damit ihr Arbeitsklamotten-Ursprung ein bisschen glitzernder klingt. Wir erinnern uns dabei an das handelsübliche Auftreten des Feuerwehrmannes – gerne auch beim supersexy Kalendershoot mit dem D-Schlauch zwischen den Beinen. Ob sich Yves Saint Laurent davon inspiriert fühlte? Keine Ahnung. Jedenfalls ist er irgendwie Schuld daran, dass die guten Stücke überhaupt erst auf dem Laufsteg Einzug hielten. In Schwarz, wohlgemerkt.
Die 2011er-Modelle tendieren aber weniger zur “Taken By A Stranger”-Schmierekajal-Verruchtheit als in die Ich-kann-meinen-Namen-tanzen-Flower-Power-Richtung. Frisch aus übrig gebliebener Modeblogger-Bettwäsche zusammengepflückt. Und bloß nicht umdrehen, weil sonst irgendwie die Windel-Optik droht. Selbst auf Heels. Wollen wir das tragen? Und wie sah Lena am Samstag eigentlich von hinten aus?
Nun ich fand das der Overall bei ihr irgendwie einen sehr dicken Po gemacht hat.
bei unserer studienfahrt nach paris gab es im zug ein mädchen, nach dem sich die jungs zweimal umgedreht haben und das die mädchen am liebsten erwürgt hätten. ihr geheimnis? sie trug einen jumpsuit in kornblumenblau, dessen stoff so fein und flattrig war, dass ihr schwarzer string dezent verrucht durchschimmerte und somit alle auf ihren hintern starrten, der zugegebenermaßen echt nicht fett aussah. das war bisher das einzige mädchen bei dem ich dachte, vielleicht sind diese jumpsuits ja doch eine großartige erfindung. schlampe!
Also ehrlich gesagt finde ich die Dinger ganz cool. Zugegeben der von Lena sah echt sch** aus, aber es gibt durchaus schöne, figurschmeichelnde Jumpsuits. Natürlich nur für die, die auch den passenden Po dazu haben
Alterpanik wird zu Jugendwahn wird zu Infantilität. Overalls werden zu Jumpsuits werden zu Babystramplern.