
Ein Algorithmus jagt durch’s Netz auf der Suche nach dem Glück. Bei uns wird er fündig. Mehr Happy Words wie Bett, lecker und geil gibt’s nirgendwo. Und Doppelpunkt-Minus-Klammern sowieso nicht.
Statistische Erhebungen sind für den Po. Klar. Die Studie von Alex Davies und der Cambridge University, die im Moment durch die Medien geistert, bildet da keine Ausnahme (sondern eher das glitzernde Interpretationsnervmusterbeispiel in der ersten Reihe, aber gut). Doch weil wir gerne hören, was sie uns sagt, scheißen wir auf Details. Das Ergebnis zählt. Ja, wir sind die glücklichsten Menschen der Welt. Auf Twitter.
Was könnte daran schon falsch sein? Und müsste man nicht eigentlich noch sowas fragen wie: Sind Twittermenschen glücklicher als der Rest? Reichen 140 Zeichen, millionenfach aneinandergereiht, für ein Stückchen Dauergrinsen? Warum nicht. Das Prinzip ist einfach: Teilen macht glücklich. Mitteilen noch mehr. Auf Twitter ist Gemeinschaft unmittelbar und unkompliziert. Nicht, weil man ohne allein wäre. Sondern, weil man mit mehr ist. Frühstücken und fernsehen. Hachen und haten. Meme und Mimi. Und das Gefühl, dass Katy Perry nur dir ihre Glitzerfingernägel zeigt. Grenzenlos und punktgenau. Einfach alles. Hier.
BILD: Scarleth White
Und erstmal den Artikel getwittert. So.
Hach!