
Seitdem die Temperaturen nicht mehr saunamäßig sind, sondern cold as ice, ist alles so, wie es eigentlich sein sollte. Es gibt endlich wieder Lebkuchenherzen. Man kann einen Tag länger nicht staubsaugen, weil die Sonne nicht mehr jede Fluse ins Spotlight setzt und das Fensterputzen um ein weiteres halbes Jahr verschieben. Sogar die Brutstatistik steigt, weil sich wegen der drohenden Wintereinsamkeit neuerdings ohne Rücksicht auf die Optik gepaart wird. Vermute ich zumindest.
Doch weil Schokolade, Sauberkeit und Sex Kindergarten sind, kompensiert mein Körper diese untragbaren äußeren Einflüsse mit einer interessanten Art von Ego-Nestbautrieb mit Kissen und Decken, der gerne auch als Koma bezeichnet wird. Zwanzig Stunden Schlaf, schön über den Tag verteilt, einfach mal so, fuck you, Kalender, thank you, Nachtschichten. Das war mein Sommerurlaub im Schnelldurchlauf. Oder die Rache dafür, dass es hier im August weder Meer, noch gute Luft oder Grünes gab. Mimimi? Gar nicht. Wartet lieber mal ab. Wo waren wir? Ach ja: Kein Strand vor meiner Tür.
Stattdessen Termintürme, die unglaublich geil sind, weil ich es so haben will. Jede langersehnte ungefüllte Lücke langweilt. Nichts zu tun macht mich nervös. Ich beginne dann panisch zu putzen und solche Sachen und deswegen ist es fast immer zu viel. Mitnehmen, was geht, weil es immer irgendwie das letzte Angebot sein könnte, aber das steht gar nicht unbedingt im Vordergrund. Schuld hat dieses Warum eigentlich nicht? Das Arschloch.
Dazwischen Augustinerbier, Onlineshop-Wunschlisten füllen, zwei Staffeln Voyager, Falafelparties, Voodoo-Ambitionen, Kaba um fünf Uhr morgens, Ärztedauerkarten, Papierkrieg, der Moment, in dem dir der Semesterabgabetermin einfällt, trotzdem Flüge checken, überhitzte Notebooks, Deadlineadrenalin, Stresseinkäufe, bescheuerte Kontotransaktionen, sich auf einer Turnmatte zum Horst machen, Schlagsahne oder Schokosoße, explodieren und trotzdem “Schönen Tag noch” sagen, einen Milchkaffee zum Mitnehmen, bitte. Das war der Sommer. Das ist Sommer.
Das ist so fucking true! Meine Schlafenszeit hat sich seit der “Kälteperiode” die hereinbrach (ist für mich eine) ca um 3 Stunden verlängert. wtf…?
Meine Schlafenszeit wächst auch, ja. Und mein Kuschelbedürfnis. Kuscheln?! ^.^
Kuscheln? Mit Hannah? Oh ja, bitte!