Same Shit, Different Year: Die alljährliche Show zur Verleihung der Emmy Awards, gerne auch mal liebevoll “Serienoscars” genannt, ist sowas wie die brave große Schwester der MTV VMAs – und auf zwei Dinge konnte man sich in den letzten Jahren immer verlassen: Die Sache läuft quasi skandalfrei und am Ende hat “Project Runway” mal wieder nicht gewonnen. Dieses Jahr musste sich Heidis Show zum Beispiel gegen eine Koch-Sendung namens „Top Chef” geschlagen geben und dass Jim Parsons dank dieser wirklich überragenden Serie namens „The Big Bang Theory“ sein Trophäenregal ebenfalls um einen Award erweiteren darf, wollen wir euch natürlich auch nicht vorenthalten.
Damit ist es aber auch schon wieder gut, weil hier ja bekanntlich nicht etwa die harten Fakten zählen, sondern einzig und allein das richtige Aussehen (oder glaubt ihr etwa, ich würde hier aufgrund meiner Autorenskills tippen? Ähem.). Und deshalb begeben wir uns jetzt auch schnellstens zu den einzig wahren Red Carpet-Bildern, die ich in einer Nachtschicht exklusiv für euch rausgepickt und psychologisch durchanalysiert habe. Los geht’s!
Wenn es einen Grund dafür gibt, sich endlich mal “Glee” reinzuziehen, dann ist da ja wohl mal die genauso süße wie rothaarige Jayma Mays, die wir hier links in einer Burberry-Robe (sichtbar) und Jimmy Choo “Zena” Platforms (unsichtbar) bewundern dürfen. Ganz ehrlich, ich bin verliebt und dass die Dame schon mal in “Pushing Daisies” zu sehen war, bekräftigt die Sache nur noch. Also dachte ich. Bis ich einen Blick auf das Outfit von Betty White gleich neben ihr geworfen und das eigentliche Objekt meiner Red Carpet-Begierde gefunden hatte! Die Gute hat schon mehr Emmys gewonnen als alle anderen Anwesenden zusammen und trägt eine absolut epische Klamotte. Und wenn sie nicht ab sofort anfängt, ihre Outfits zu bloggen, bekomme ich einen hysterischen Style-Heulkrampf und übernehme das, sobald ich alt genug für solche Teile bin.
Eins der ungeschriebenen Gesetze jeder Ami-Awardshow scheint ja das mit den Vorhängen zu sein. Eines der diesjährigen Überwurfsopfer: Comedy-Lady Tina Fey, hier links im Bild. Ihre Mustertraumaklamotte aus dem Hause Oscar De La Renta hätte mich beinahe zu einem ekelhaft-perversen Wortspiel (Stichworte: Oscar plus Rente) gezwungen, aber ich habe ja gerade nochmal die Kurve gekriegt. Puh. Widmen wir uns also schnell dem anderen umfunktionierten Laken, das sich Toni Collette zusammengebastelt hat (Edit: Und wo ist bitte der verdammte BH, wenn man ihn mal braucht?) – und da können wir die ganze Style-Sache eigentlich im zeitsparenden MTV-Slang abhandeln: Next!
Blaue Schuppen und schwarze Netze.
Denkt, was ihr wollt: Aber irgendwie finde ich den schuppig-blauen Atelier Versace-Fummel von “Mad Men”-Madame January Jones echt überragend. Und ich weiß gar nicht, was mich gerade mehr überrascht: Ist es mein gerade entdeckter Meerjungfrau-Kleid-Fetisch oder vielleicht doch die für Osbourne-Verhältnisse beinahe schon elfengleiche Figur von Kelly in Tony Ward Couture? Fischernetzgehänge in schwarz hin oder her – ich bin beeindruckt.
Zweimal Zucker.
Meine Damen und Herren, bewundern Sie hier: Zweimal zuckersüße Mode-Nostalgie. Der Unterschied? Auf der linken Abbildung wird fett ins Klo gegriffen, rechts ist dagegen alles zum Niederknien schön. “Mad Men”-Nesthäkchen Kiernan Shipka zeigt uns also endlich mal, dass man als Zehnjährige im Showbiz nicht zwingend schon eine Unterwäsche-Kollektion veröffentlicht haben muss, sondern auch einfach nur so goldig sein kann. Hach.
What What (In The Butt)?
Maria Menounos, hier links im Bild, könntet ihr mit etwas Insiderwissen aus One Tree Hill und Fantastic Four kennen – und obwohl sie dieses ultimative Endlosglitzeretwas von Ralph & Russo ja echt tragen kann, dachte ich im ersten Moment sowas wie “Och nö, Mausi!”, weil das Ganze irgendwie so Deutsches-Durchschnittsstarlet-das-bei-Türstehern-die-mündliche-Prüfung-ablegt-und-am-Ende-öffentlichkeitswirksam-einen-Fußballer-knallt-mäßig rüberkommt. Vielleicht hätten ihre Jimmy Choo-Treter namens Kenzie, die sie angeblich darunter tragen soll, das Ruder nochmal rumgerissen – aber das werden wir wohl nie erfahren. Kommen wir also lieber zu Claire Danes, die dank Armani ebenfalls mit dem Glitz per Du ist, aber irgendwie in … schön. Läuft!
So ‘n McQueen-Teil zum Mitnehmen, bitte!
True Blood soll ja das bessere Twilight sein, was ich leider nicht bestätigen kann, weil ich seit unserem Literaturanalyse-Seminar immer noch so traumatisiert von einem dieser Bella-Edward-Kapitel bin, dass ich beim Gedanken an Blutsauger aller Art schälchenweise Knoblauch vertilge und parallel dazu meinen Kopf gegen die Wand schlage. Ähem. Zurück zum Thema: Vampirserien-Migrationshintergrund hin oder her – für mich ist Fräulein True Blood aka Anna Paquin mit ihrer Alexander McQueen-Klamotte stiltechnisch ganz klar die Tagessiegerin. Die Liste der eigentlichen Gewinner findet ihr übrigens hier und das Bild auf der Startseite gehört Alan Light. Und jetzt freue ich mich auf die VMAs. Ohne ein paar Nippelblitzer und Kanye West macht ‘ne Awardshow schließlich nur halb so viel Spaß.
disagree…
finde das Kleid von January Jones furchtbar irgendwie. Also in der Seitenansicht ok, aber von vorne? Nope, Muscheln gehören ins Wasser oder in den Feuertopf, aber bitte nicht da hin. Und bei dem Matador-Kleid von Anna Paquin bin ich mir immer noch nich sicher ob ich’s voll gut oder voll komisch finden soll, aber sowas ist ja meistens ein gutes Zeichen.
Am schlimmsten fand ich den Kartoffelsack, den Hayden Panettiere anhatte.
ps.: mein Highlight war der Tom Ford Smoking, den Ryan Murphy getragen hat, aber Männer werden ja bei solchen Dingen immer diskriminiert
also von anna paquin bin auch so gar nicht begeistert… maria menounos
finde ich halb so schlimm, die darf das!