Ich rauche schon lange und gerne. Angefangen hat es mit dem klassischen Verbotsrauchen. Vor der Schule hinter’m Busch Lungenzüge üben mit meinem besten Freund C. Stichwort “Achtung, Mama kommt!”. Erstmal mit Mentholzigaretten. Wie pervers.
Weiter ging’s im Zeltlager an der tschechischen Grenze. Rüber, Stange kaufen und in der Gruppe einfach eine nach der anderen rauchen. Weil wir es konnten. Auch der Sportunterricht ist öfter mal aufgrund einer Wir-sind-krass-drauf-und-gehen-’ne-ganze-Stunde-in-den-Park-rauchen-Party ausgefallen. Weil wir einfach so wild drauf waren.
Ihr seht also: Ich war damals jung und dumm. Denn das waren natürlich die völlig falschen Gründe, um mit dem Rauchen anzufangen. Um überhaupt zu Rauchen. An der Haltestelle. In der Kaffeepause. Vor’m PC (ganz schlimm). Auf dem Weg zu … wemauchimmer. Beim Biertrinken. Nach dem Essen. Nach dem Ficken. Rauchen ist nicht einfach nur Rauchen. Ob das Philip Morris & Co. jetzt geplant haben oder nicht. Rauchen ist eine perfekte Zeiteinheit. Man kann damit überbrücken. Man kann anfangen. Man kann aufhören. Oder eben begleiten. Rauchen ist Festhalten, Nachdenken, mal kurz innehalten, sich die Zeit nehmen und genießen – nicht nur das Rauchen selbst. Sondern auch den Moment. Ein Ritual eben.
Entscheiden. Ja, ich glaube, das ist Rauchen vor allem. Ob die Entscheidung klug ist oder nicht, ist dabei nicht die Frage. Als ich 14 Jahre alt war, erkrankte eine meiner damaligen guten Freundinnen an Lymphdrüsenkrebs. Üble Sache. Aber ihr war von vornherein klar, dass sie es überleben wird. Sie wusste es einfach. Deshalb hat sich sie auch seelenruhig während ihrer Chemotherapie vor das Krankenhaus gestellt und geraucht. Nicht wegen der Sucht. Sondern weil sie es sich und allen anderen zeigen wollte. „Fick dich, du Leben, ich entscheide hier, was mit mir passiert. Ich mache, was ich will – und stehe dann zu meiner Entscheidung“. Sie hat den Krebs übrigens besiegt. Klar.
Rauchen ist natürlich auch ein Accessoire. Es gibt viele Menschen, denen eine Zigarette einfach gut steht. Und dann gibt es noch diejenigen, die damit eher unkorke rüberkommen. Und nicht nur das, sie sehen sogar richtig lächerlich und unbeholfen aus, während sie rauchen. Ich glaube, weil sie nicht verstanden haben, worum es dabei geht. Das Feeling!
Ich rauche mittlerweile, ähm, wieder mal ziemlich viel. Und das ist bescheuert. Ich bin bescheuert. Meine Freundin sagt immer wieder halbherzig sowas wie “Ich mach mir echt Sorgen – rauch doch bitte weniger. Oder hör ganz damit auf!”, aber eigentlich findet sie mich wahnsinnig gutaussehend, wenn ich rauche. Und sollte ich mir zu diversen Anlässen mal keine anzünden, fragt sie tatsächlich sowas wie “Sag mal, stimmt irgendwas nicht?” So weit ist es also schon gekommen. Nicotine’s a bitch but I love bitches and bitches love me.

yep. nagel auf den kopf und so. wir idioten
Hahahahaha, Opfer!
Tsss, seid doch mal ‘n bisschen netter zu dem armen Jungen. Sonst muss er bald noch zehn extra Anti-Mobbing-Kippen pro Tag rauchen … hust.
Mach doch was du willst. Aba lass meine Lungen in Ruhe, Alda!
Rauchen ist Mist. Das Rauchverbot ist noch viel zu schwach.
Wer übrigens sein restliches Leben den Antiamerikanismus pflegt, der sollte sich mal mit der Geschichte des Rauchens beschäftigen…
word!
rauchen is assi, aber es fetzt wie sau