Die mit süßen Tierchen bedruckte Stoffwelle hat sich einmal komplett
über die einschlägigen Fashionblogs gespült, und ob das Ganze jetzt aus spanischem oder eher italienischem Hause stammt, ist ja eigentlich egal. Viel mehr sollten wir uns dabei mal folgende Frage stellen: Warum denken die meisten Mädels beim Anblick von Kleidchen mit Kätzchen- und Schwalbenprint sowas wie “Uhh, das ist wie für mich gemacht?”
Cupcake-Cute ist ein Etikett, das an vielen virtuellen Fashionistas klebt, und hey, und ich bin ausnahmsweise mal gar nicht Anti-Katzenkleid & Co., weil ich ja schon so einen gewissen Hang zum Amelié-Tum habe. Bei Blümchenstoffen, kleinen Küchlein und zarten Feen-Vorhängen über dem berüschten Bettchen (ähm, Sex und so? Darin?! Eww!) hört’s dann auch irgendwann mal wieder auf, aber okay, ich bin ja schon ruhig.
Denn es soll hier schließlich um Mädchen-Mädchen gehen. Und damit meine ich exakt die Ladies, deren Haare auch nach einem Hurricane noch perfekt glänzend sitzen. Deren Kajal nachts um vier im Club nie verschmiert ist. Die, die sich (vermutlich aufgrund ihrer anmutigen Gene) gar nicht bekleckern können und die ich schon in der Schule mit dieser Mischung aus Faszination, Neid und “Wie zur Hölle machen die kleinen Bitches das bitte?” beobachtet habe. Argh!
Also ich weiß nicht, wie es euch geht, aber wenn der verkackte Wind weht, ist meine mühsam hingeglättete Frise im Arsch und das natürlich schon, bevor ich morgens in die Bahn steige. Wenn ich weggehe, befindet sich mein Kajal überall, außer am Auge. Wenn ich in einem weißen Cardigan eine Falafel esse, dann, ähm, sieht man das meistens später auch noch. Und überhaupt: Ich falle ja schon schneller auf die Fresse, als man “elfengleich” aussprechen kann. Prinzessinnen-Ästhetik mit einer Vorliebe für Sonnenuntergangs-Geruch, Milchschaum und einer Erdbeere an jedem Finger finde ich spannend, weil ich selbst nie so sein könnte. Und deshalb faszinieren mich natürlich auch Modeblogmädchen, die genau diese Art von Style bis ins letzte Detail zelebrieren (und dokumentieren, oh yes!). Ich sitze also davor, ziehe mir das rein und verspüre danach sofort den Drang, mir mal kurz die Haare zu kämmen.
Warum ist der Mädchen-Mädchen-Style eigentlich gerade im Fashionbloggerbizz so präsent? Ist die ganze Sache in Zeiten, in denen Ed Hardy Chucks bedrucken darf und auch der stinknormale Langweiler neben dir in der Vorlesung mit Iro und Nerdbrille ausgestattet ist, vielleicht einfach ein Ausdruck von zuckersüßer Revolution? Blümchen und Himmelbetten als optische Gegenparty, weil die breite Masse all das, was früher mal als oh so shocking durchgegangen ist, längst akzeptiert hat? Man weiß es nicht genau.
Also ihr feenmäßigen Ladies, wie macht ihr das? Und vor allem, warum? Und liebe Macker, wie findet ihr eigentlich diese elfengleichen weiblichen Wesen mit süßen Tierchen auf dem Kleid und einem Cupcake in der Hand?
Also ich find süß süß, solange sich das Süße nicht in Herzchenstrumpfhosen Größe 36 – sollte – besser – 44 – sein ausdrückt, bei den es dann eher nach Stopfgansleber ausschaut…(erst gestern an der Ampel gescoutet o0)
Ein Rätsel wie manche ständig so taufrisch aussehen kann, ist es mir dennoch. Meine Blümchen an den Beinen sind eher Veilchen – ständig, weil die Ecken zu schnell kommen und die Treppe dann doch noch eine Stufe mehr hatte.
Erst gerade zierten meine Beine sogar lila Nagellackflecken, weil ich gestern hurtig eine Laufmasche unterm Rock stoppen musste.
Tja, so siehts aus.
Und überhaupt: Ich falle ja schon schneller auf die Fresse, als man “elfengleich” aussprechen kann.
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was habe ich gelacht! *g also, ich mag die ja nicht so, die elfen. bin ja aber auch kein mann, sollte die frage also gar nicht beantworten. ups. beim kajal kann ich dir aber mal den tip geben, wasserfesten zu benutzen – worx. immer. one step towards pixie-ness
Der Text gefällt mir. Triffts.
Und genau aus diesen Grund kann ich dir nicht sagen, wie die das machen. Aber ich kann dir sagen wie ich das mache, also mitn Make-Up: Einfach keins verwenden
Stimmt! Mir aus der Seele gesprochen! Bei mir im Malkurs – nach dem ich by the way sogar Farbflecken unter dem zeltartigen Malkittel habe – ist so ein feengleiches Wesen: Sie malt 1.) deutlich besser als ich, 2.) sieht dabei besser aus, weil sie nie die Zunge rausstreckt und die Stirne runzelt 3.) hört sich besser an, weil sie nie das Atmen vergisst, um nach drei Minuten in einem explosionsartigen Seufzer Luft zu holen und 4.) braucht gar keinen Malkittel, weil ihre weiße Designerbluse nach drei Stunde Ölfarbenpantschen genauso aussieht wie vorher!
Ihr kokettiert aber auch ganz schön damit, nicht die kleinen, angeblich perfekten Prinzessinnen zu sein.