Neues für Bürohengste

Es soll ja vorkommen, dass man trotz Mörderstress im Büro zwischendurch mal Zeit hat, dieses Internet nach Neuigkeiten und Obszönitäten zu durchforsten. Das wurde mir spätestens klar, als meine verfettete “Wieso? Ich mach doch Sport und ess nur voll wenig!”-Bitchkollegin vor ein paar Jahren komischerweise immer irgendwelche abgefuckten Mini Browser Games zocken konnte, während ich mir neben ihr gepflegt den Arsch aufgerissen habe, um nur ansatzweise mit meiner Aufgabenliste fertig zu werden. Finde den Fehler.
Oder auch nicht. Denn eigentlich weiß ich schon, was schief gelaufen ist: Ich habe damals einfach nicht verstanden, wie man es machen muss.
Punkt 1: Erwache aus dem Motivationsdelirium.
Punkt 2: Tu alles dafür, einen Schreibtisch zu bekommen, auf dem der Monitor so steht, dass garantiert keiner deiner Großraumbüro-Kollegen sehen kann, was du gerade machst.
Und Punkt 3: Habe einen Chef, der in seinem Büro rumhängt und Kochbücher schreibt, obwohl er eigentlich sein kleines Imperium managen sollte.
Ihr könnt mindestens zwei dieser Sätzchen abhaken? Nicht schlecht – oder besser gesagt: Herzlich Willkommen auf dem virtuellen Pfad des Bösen, jedes Mitglied zählt! Wir Deutschen müssen bei unserem halbillegalen Digital-Konsum zwischen Kaffee und Kunde sowieso noch ordentlich dazu lernen: Im EU-Vergleich liegen wir beim Büro-Surfen mit 22 Prozent im langweiligen Loser-Durchschnitt. Die Skandinavier finden eigenen Angaben nach zum Beispiel fast doppelt so viel Zeit für ‘ne private Netz-Party am Arbeitsplatz – was angesichts ihrer sich entblätternden Spielerfrauen und Modebloggerinnen ja echt mal verständlich ist.
Höchste Zeit also, dass wir unseren Nachbarn zeigen, wer hier die Nerd-Hosen anhat, denn der Brötchengeber kann dich nicht mal gleich rauswerfen, wenn du dich deiner Facebook-Farm mal etwas leidenschaftlicher widmest als der nächsten Kalkulation. Solltest du allerdings auf die Idee kommen, dass es jetzt mal wieder an der Zeit wäre, das Meeting mit einer gepflegten Runde “2 girls 1 cup” aufzulockern oder dir zwischendurch einen kleinen optischen Snack in Form eines Suicide Girls reinzuziehen, kann sich das durchaus problematisch auf den Arbeitsvertrag auswirken. Ebenso verhält es sich mit Turbotitten.com und Mördermöpse.net im Browserverlauf (- wer hätte das gedacht. Ähem.).
Doch keine Angst, man muss deshalb ab morgen nicht gleich panisch den Bonsai von der Fensterbank kicken und sich durch die Scheibe aus dem dritten Stock stürzen, denn ausgerechnet die Macher von Hugh Hefners Hochglanz-Silikonblättchen haben sich jetzt ein kleines Schmankerl für die arbeitenden Freunde der gepflegten “Boah, ‘n paar Tittenbilder wären jetzt schon mal ganz nice”-Unterhaltung ausgedacht: Das Playboy-Webangebot wird bürotauglich!
Zumindest teilweise. “The Smoking Jacket” soll ein unverfänglich konsumierbares Portal werden, dass uns Bürohengste befriedigt, ohne uns dazu zu zwingen, einmal pro Stunde zwischen Abmahnung und Augenpartey zu schwanken. Wenn ich das richtig verstehe, lautet die Message der Herrschaften Playboy dort also ab sofort: Geile Schlampen. Aber ohne Titten. Wie das realisierbar sein soll, fragt ihr am besten Dr. Sommer. Oder auch nicht, denn eigentlich geht es uns ja sowieso nur um die Interviews. Die mit den besonders herausragenden Argumenten, versteht sich.
Von Herr M / 12. Mai. 2010 / 18:48 Uhr





→ am 13. Mai 2010 um 13:46 Uhr (#)
Dein Boss schreibt Kochbücher? Ernsthaft?! Dann kannst du ja auch bequem die Brüsteversion durchklicken..^^
→ am 14. Mai 2010 um 14:32 Uhr (#)
kann zwar keine “wie-zieh-ich-mir-im-büro-heimlich-möpse-rein”-tipps gebrauchen (hab selber welche), aber gött.lich! zu lesen.ich gebs auch an die kumpels weiter – damit dieser literarisch hochwertige erguss auch seine zielgruppe erreicht
→ am 29. Mai 2010 um 20:35 Uhr (#)
[...] war sie in den vergangenen Jahren vor allem als spindeldürre Kleiderstange mit …WeiterlesenMay12Neues für Bürohengste – sexdrugsblognroll.com – fetter ansatz. trockene spitzen. (Blog)sexdrugsblognroll.com – fetter ansatz. trockene spitzen. (Blog)Solltest du allerdings auf die Idee [...]