Umsonst & Drinnen

Hätte ich jetzt einen Macker am Start, der gute Musik und die Geste eines geschenkten Mixtapes zu schätzen wissen würde, dann wäre er in diesem Moment stolzer Besitzer der folgenden “Umsonst & Drinnen”-Playlist (und ich hätte mir als Dankeschön wilden Belohnungssex neben der Röhrenjeans-Sammlung im Gitarrenzimmer abgeholt). Da sowas aber bekanntlich nur in Kurzfilmen passiert, schenke ich das gute Stück lieber jemanden, der es wirklich verdient hat - und das bist natürlich du, lieber Leser (Keine Angst, als Gegenleistung erwarte ich auch garantiert keine perversen Chatroulette-Runden).

Aber jetzt mal ganz ernsthaft: Auf die Idee zu diesem wunderschönen akustischen Eintrag hat uns eine schicke Combo namens MGMT gebracht. Die schenken jedem, der dazu fähig ist, den richtigen Link anzuklicken, einen Song aus ihrem allerneusten und noch nicht mal erschienen Studioalbum “Congratulations”.

In Zeiten des fiesen Video-Blockings eine unglaublich innovative und großzügige Geste? Nice ist sie wohl, einzigartig allerdings nicht. Denn auch akustische Zucker-Lieferanten wie The Streets, The XX, Kate Nash und Adam Green zeigten sich in letzter Zeit spendabel und füttern die virtuelle Fangemeide mit freien Download-Stückchen.

 

Und weil wir überragend sind, haben wir mal Tonspion und Konsorten abgegrast, um genau diese Ton-Häppchen in diesem wunderschönen Playlist-Post für euch aufzubereiten. Ja, ihr habt richtig gehört: Jeder der hier vorgestellten Songs wurde von den Künstlern und Labels zum digitalen Appetizer gekürt und ist bei den jeweiligen Katalogisierungs-Seiten legal und völlig umsonst zu haben.

Und weil die schönsten Geschenke sowieso die völlig Unerwarteten und komplett Cashfreien sind, zieht ihr euch das Zeug jetzt auf die Festplatte, malt ein wunderschönes Cover dazu und überrascht euren Lieblingsmenschen damit. Ansage.

Die Videos von eurem Belohnungssex dürft ihr natürlich anschließend gerne an uns weiterleiten.

MGMT - Flash Delirium (Congratulations)


Glaubt man dem Gründungsmythos der MGMT-PR-Maschine, dann sind Ben Goldwasser und Andrew Van Wyngarden anfangs nur gemeinsam aufgetreten, um ihr Publikum so heftig wie möglich zu verwirren.

Auch mit einem Erfolgsalbum und dem berüchtigten Vier-Platten-Deal mit Sony im Rücken gelingt ihnen das - zumindest bei mir - immer noch hervorragend. Ganz ehrlich. Ich weiß nicht, was von der Nummer halten soll. Ich bin verstört. Fasziniert. Und überhaupt.

[ zum Download auf whoismgmt.com ]


The XX - VCR (The XX)

The XX haben alles, was eine Band haben muss, um sie so richtig schwul zu finden. Sie sind oh so beliebt bei allem, was sich auch nur ansatzweise szenekundig schimpft. Sie sind oh so jung. Oh so alternativ. Oh so ugly. Oh so indie. Damit auch noch oh so erfolgreich.

Und leider auch noch oh so genial. Verdammt.

[ zum Matthew Dear Remix-Download auf tonspion.de ]


Kate Nash - I Just Love You More

Kate Nash ist mir eigentlich viel zu Lena-Meyer-Landrutig. Ergo: Anstrengend, aber charming. Die ersten Gratis-Klänge aus ihrem anstehenden Album “My Best Friend Is You” deuten dagegen entspannend auf ein bisschen Abwechslung vom üblichen fancy Geträllere hin.

Liebe Kate, für die dezente Anwandlung, auch mal vom aufgedrückten Image abzuweichen, gibt’s schon mal Pluspunkte. Und außerdem gefällt mir der neue Song. So.

[ zum Download auf tonspion.de ]


MGMT - Time To Pretend (Oracular Spectacular)

Siehe da, die Herren von MGMT haben die Spendierhosen nicht erst an, seitdem es Erfolgskohle und so regnet. Dafür kennen die Jungs aber bei Leuten, die die Asche haben, absolut keinen Spaß. Weil die Partei von Sarkozy “Kids” auf ein paar Wahlkampfveranstaltungen ohne Genehmigung gespielt hat, trafen sich Band und PR-Büro vor ungefähr einem Jahr vor Gericht.

Die im Vorfeld angebotene Entschädigungszahlung von unglaublich großzügigen 1,25 Euro haben die Jungs übrigens abgelehnt. Warum? Ähem. Man weiß es nicht genau.

[ zum Download auf spinner.com ]


Kings Of Leon - Use Somebody (Only By The Night)

Ich kann’s nur immer wieder sagen: Die aktuelle Scheibe der Kings of Leon macht mich unglaublich an. Ihr wisst ja, meine Ohren, die sich schon beim ersten Song am liebsten im Doggy-Style mit den Lautsprechen paaren würden und so.

Natürlich kann auch der folgende Remix daran nichts ändern. Ganz im Gegenteil, ich finde ihn gar nicht mal so schlecht.

[ zum RAC Remix-Download auf tonspion.de ]


Adam Green - What Makes Act Him So Bad (Minor Love)

 

Dass Adam Greens drittes Studioalbum so ganz ohne die üblichen schön in Wortspielchen verpackte Schwänze und Sex mit beinlosen Ladies auskommt, haben wir ja bereits an dieser Stelle das ein oder andere mal erwähnt.

Adam hat nämlich Liebeskummer. Und das nimmt einem durchaus auch schon mal die Lust auf Durchgeknalltheit. Whatever. Seinem Sound tut die seelische Achterbahnfahrt trotz allem ziemlich gut.

[ zum Download auf spinner.com ]


The Streets - Fit But You Know It (A Grand Don’t Come For Free)

Hinter den Streets verbirgt sich bekanntlich nicht mehr und nicht weniger als die One-Man-Show von Mike Skinner.

Der sieht aus wie ein ganz normaler Typ und macht hauptberuflich Dinge, die Rrrrrockstars eben so tun: Saufen, Kiffen, enthaltsam leben, Labeldinge, Drehbücher - und hin und wieder einen genialen Song schreiben. So wie diesen hier. Hach. Meine Ohren würden ihn sofort heiraten.

[ zum Download auf insound.com ]


Eagles of Death Metal - Wannabe in LA (Heart On)


Die Eagles. Klar. Die Herren mit den Atzenbärten aus Amiland dürfen natürlich in keiner sdbr-Playlist fehlen. Seit Ende der Nineties beehren sie das Universum mit einer sexuellen Portion Trash-Rock und bei den ersten Live-Konzerten wurden zum Beispiel Menschen wie Queens of the Stone-Age-Frontmann Josh Homme und Ex-Mötley Crue-Lady Samantha Maloney, aktuell Drummerin bei Hole, ans Schlagzeug gesetzt.

Da die Bandmitglieder aber seit ungefähr fünf Jahren ständig hin- und hergetauscht werden, habe ich leider überhaupt einen Plan, was ich hier sonst noch Insidermäßiges verbreiten soll. Außer, dass die Band unerreichbar sexuell ist. Aber das hatten wir glaube ich schon mal irgendwann.

[ zum Download auf tonspion.de ]


The Wombats - Let’s Dance To Joy Divison (A Guide To Love, Loss & Desperation)


Eine The-Band aus Liverpool? Moment mal, da war doch was. Ach ja. Die Beatles. Stimmt. “Haben schon ein paar gute Songs gehabt”, erklären die Jungs von den Wombats, ebenfalls mit Hafenstadt-Roots und “The” vorne, dazu regelmäßig brav.

Die gigantomanischen Fußstapfen, die ihnen Lennon & Co. hinterlassen haben, würden sie natürlich nur zu gerne übertreten. Ich prognostiziere jetzt einfach mal, dass ihr Sound dazu auf Dauer einfach viel zu anstrengend ist. Die erste Nummer namens “Let’s Dance to Joy Divison” bleibt jedoch nach wie vor überragend.

[ zum Download auf spinner.com ]

Von Lia R / 11. Mär. 2010 / 23:59 Uhr

 

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Kommentare zu Umsonst & Drinnen

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  1. dennis

    → am 12. Mär 2010 um 17:33 Uhr (#)

    und wie krieg ich diese mp3 dingens jetzt auf ne anständige audio kassette O_o
    ich will mir doch ganz schnell den belohnungssex abholen!!!

  2. Frauke

    → am 12. Mär 2010 um 18:49 Uhr (#)

    Was für eine süße Idee :) Und so praktisch, mit dem Belohnungssex!

    @dennis: auf CD brennen und dann mit Kassette aufnehmen! ;)

  3. herren jeans

    → am 4. Apr 2010 um 08:13 Uhr (#)

    herren jeans…

    Klasse Beitraege zu dem Thema. Es gibt scheinbar doch noch Menschen die gut zu schreiben wissen. Na ja - das Talent ist auch nicht jedem gegeben. Werde die Seite auf jeden Fall in meinen Favoriten aufnehmen….


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