Als die dreizehnjährige Kesha Rose Sebert auf der Talent Show einer Junior High School ihre lieben Mitschüler mit ihrer Version von Radioheads “Karma Police” beglückte, ahnte natürlich noch niemand, dass sich ausgerechnet dieses kleine wurstförmige Teenie-Produkt knappe zehn Jahre später an der Spitze der deutschen, amerikanischen, britischen undundundund Charts breit machen würde.
Kesha hat jetzt ein Dollarzeichen im Namen und meistens etwas im Gesicht, dass man mit etwas gutem Willen als verunglücktes KISS-Make up bezeichnen könnte, während sie mit ihrer überchartigen Nummer “Tik Tok” durch die Shows und Bühnen im Universum hoppelt. Die High School-artige Ausstrahlung ist dabei geblieben – nur, dass ihr Style jetzt eher in Richtung partywütiger Chef-Cheerleader geht. Aber nach dem zweifelhaften Look im Video sei der Guten ein bisschen Vergangheitsaufpolierung gegönnt. Weitere zu verzeichnende Veränderungen: Das Organ ist lauter (gut) und driftet teilweise etwas zu sehr in Richtung Pygmäen-Geheule ab (was nicht zuletzt an Produzenten wie Dr. Luke und Max Martin liegen könnte, die sich schon am Katy Perry und Britney Spears vergriffen haben).
Göttlich. Manchmal wünsche ich mir heimlich, dass Bono oder so einen heimlichen Schundsong-Fetisch hat und zur Entspannung Nummern wie “Tik Tok” raushaut. Aber das tut hier ja nichts zur Sache. Denn natürlich finden wir Kesha abgrundtief nervig und hoffen, dass sie mitsamt Wuschel-Frise und Schmierer am Auge so schnell wie möglich wieder von der Bildfläche verschwindet. Klar. Aber Moment – war das bei Lady GaGa nicht damals genauso?
Müssen wir also jetzt vorsichtig sein, bevor wir anfangen, die kleene Kesha hemmungslos zu dissen? Ihre Credibility durch Punk-Mama Pebe unterstreichen? Den PR-Mythos mit dem Einbruch in das Haus von Prince würdigen? Ihre Erfahrung dank der Auftritte in Flo Ridas “Right Round”, 3OH!3s “My First Kiss”, Britney Spears’ “Lace And Leather” und im Video zu “I Kissed A Girl” von Katy Perry loben? Ihr zur Ernennung von Florence and the Machine als Lieblingsband gratulieren? Nope. Aber wir tun es. Weil wir es können. Ha! Und mit der Adelung zur offiziellen GaGa-Nachfolgerin warten wir noch, bis ihre echt mal unsägliche zweite Nummer namens “Blah Blah Blah” zu einem Schatten ihrer Vergangenheit geworden ist.
Und ihr? Wusstet ihr eigentlich, dass laut dem Viceblog jeder auswendig herunterbeten können sollte, dass ihr Name so ausgesprochen wird, dass er sich mit “fresh, ah!” reimt und nicht mit “quiche, yah”? Und, viel wichtiger: Was haltet ihr denn von der Lady mit der zweifelhaften Frise? GaGalicious oder SoLaLa? Und beeinflusst die Tatsache, dass sie sich zusammen mit ihrer Band angeblich vor jedem Auftritt nackt in Baby-Öl und Glitzer wälzt, eure Meinung auch wirklich kein bisschen?

hey. ich kann ja auch tanzen wie ke$ha. der gitarrist übrigens auch…aber moment. welche von den beiden war jetzt eigentlich kesha?! ó_Ò
Mich überrascht es auch mit welcher Konsequenz beinahe jährlich US-Popküken am Charthimmel erscheinen und wie lange sie sich doch halten können. Da waren Katy Perry, Lady Gaga und jetzt Kesha! Alles entscheidend ist immer noch die zweite Single und die war bei den davor genannten Gören leider auch immer sehr ohrwurmartig.
Ein kleines Lob muss ich aber aussprechen: Immerhin ist das Gejaule live!
Kesha? Langweilig…
Och, gib schlimmeres. Aber auch durchaus viel, viel besseres.
ich find kesha gar nicht “fresh,ah”, deshalb bleibt sie bei mir auch “quiche,yah”. ist zwar auszuhalten aber zu viel gewollt. und noch dazu nicht neu gewollt. lady gaga war zwar auch mal nur show, aber ich glaub inzwischen hat die genug geraucht, gesnieft und was weiß ich, um wirklich so einen an der waffel zu haben wie sie anfangs nur behauptete. kesha erinnert mich eher an avril-ich-bin-ja-so-ein-böses,böses-mädchen-und-erzähls-bei-jeder-gelegenheit-jedem-ders-nicht-wissen-will-lavigne, die irgendwann schließlich doch entschied ein “normaler” mensch zu sein – also auch in der öffentlichkeit. fazit: erster eindruck unangenehm. endurteil will ich aber den(noch) nicht erheben