Helene Waynemann

Plagiat-Pussy Helene Hegemann kriegt es im Moment medial genauso hart wie fies besorgt, weil man ihr einen gewissen Hang zur Copy-and-Paste-Taste wohl nicht absprechen kann. Und das ‘Die “Axolotl Roadkill”-Soße ist doch von “Strobo” geklaut’-Gedöns war anscheinend nur die erste oh so skandalöse Stufe des Geschehens: Jetzt soll sie ja auch noch die Idee zu ihrer VICE-Kurzgeschichte namens “Die Spiegelung meines Gesichts in der Erschaffung der Welt” knallhart von Benjamin Teskes Kurzfilm “Try a little Tenderness” abgekupfert haben. Gruselig.

Da ich zu meiner Schande gestehen muss, keines der beiden Bücher gelesen zu haben, weil ich für meinen Teil nicht so wirklich auf den helenigen “Ich bin ein rauchender, saufender und rumhurender Teenie und hau’s jetzt mal raus, weil die alten Literatursäcke drauf stehen”-Schreibstil stehe, bleibt euch die achttausenddreiundfünfzigste Meinung zu diesem Thema bei uns glücklicherweise erspart.

Wenn ihr aber findet, dass man das Vergehen des dicken feuilleton-fülligen Copy-and-Paste-Wunders nicht einfach so stehen lassen darf und gerne mal alternativ über sie läst … äh, diskutieren wollt - kein Problem! Wir helfen wir euch aufgrund unseres von Grund auf Böseseins natürlich gerne weiter: Mit zehn absolut waynigen Fakten über Helene Hegemann, mit denen ihr aber jedes Dissbattle haushoch gewinnen werdet - versprochen!

Pimped Twitter-Screenshot
Bild: Pimped Screenshot von twitter.com 
 

01. Natürlich würde sie sich nie mit dem berühmten Namen ihres Daddys profilieren wollen: Trotzdem heißt Helene Hegemann eigentlich gar nicht so. In ihrem Perso steht der Nachname ihrer Mutter: Isemeyer.

02. Das ist doch fast schon virales Marketing: “Ich habe einen Riecher für Gut und Böse, und du bist definitiv böse.”, soll die Rektorin der Montessori-Schule in Potsdam laut Helene an ihrem dritten Tag dort zu ihr gesagt haben.

03. Man sucht sich ja meistens Idole, die attraktiver sind als man selbst: Wenn das Leben ein Comic wäre, wäre sie am liebsten Duffy Duck: “Dieser wilde Exzentriker, der unentwegt durchs Bild saust und den Ruf „Hoo-hoo! Hoo-hoo!“ ausstößt.”

04. War ja klar: Helenes Lieblingsregisseur hört auf den Namen John Cassavetes und gilt als “der geistige Vater des amerikanischen Independentfilms”. Sagt zumindest Wikipedia.

05. Oh so girlie: Ihr MySpace-Nickname ist lovelyskizze, das alte Blog hört auf denselben Namen und zeigt, dass “leni hegemann” schon den ein oder anderen Plan vom Urheberrecht hat(te): “Jeder versuchte Diebstahl an einem auf dieser Seite veröffentlichten Text wird zur Anzeige gebracht und dort blau angestrichen.”, steht unter ihrem Post. “Alles andere wäre zu prosaisch.”

06. Daddy’s Girl, die Zweite: Ihren ersten Film drehte Helene nicht etwa 2008, sondern bereits mit 9 Jahren. Natürlich übernahm der stolze Papa die Projektführung bei “Spaßvögel 1″, der sich um eine Gruppe Kinder dreht, die auf den Bahnhofsgleisen nach einer dort versteckten Bombe suchen.

07. Virtuelle Jugendsünden: Das hier ist doch hoffentlich nicht ihre alte Beepworld-Homepage - oder?

08. Von wegen Speedentwicklerin: Ihre erste Kippe rauchte sie ganz unglamourös mit 12, im gleichen Alter gab’s den ersten Vollrausch - Vögelei und Drogen folgten dann mit 14. Ist ja fast schon mainstreamig-langweilig. Jeremy-Pascal, Schakkelynne-Schantülle und Horst-Kevin bereiten sich heutzutage schließlich schon ab der zweiten Klasse mit crackdichten Köpfen auf den Dreh ihres ersten YouPorn-Videos vor.

09. Stehen die Berliner Türsteher auf sowas? Nach ihrer zweijährigen Laufbahn als Clubabstürzerin Number One langweilt die knapp achtzehjährige Helen das Feiern gehen zumindest schon wieder übelst. Jetzt freut sie sich schon auf ihren vierzigsten Geburtstag und schließt es nicht aus, bis dahin sieben Kinder zu haben. Wir hoffen jetzt schon mal, dass die Gene des zukünftigen Samenspenders hunderprozentig durchschlagen werden.

10. Ab auf die Stille Treppe: Hier gibt’s Beweisfotos - oder auch: Die Super Nanny hat anscheinend schon mal im Hause Hegemann durchgegriffen, die “Das ist meins und das ist deins”-Regel dabei aber offensichtlich etwas vernachlässigt.


Weiterlesen: “Helene Hegemann und Airen - Interview mit ‘Strobo’-Verleger Frank Maleu” auf spreeblick.com / “Das habe ich erlebt, nicht Helene Hegemann” - Interview mit Airen auf faz.net

Von Lia R / 12. Feb. 2010 / 20:48 Uhr

 

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Kommentare zu Helene Waynemann

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  1. Marcel

    → am 12. Feb 2010 um 20:59 Uhr (#)

    Dieses Helene ist ein dickes, komisch dreinblickendes Ding. Komischerweise würde sie mich nicht so stören, wenn sie rattenscharf wäre. Seltsam. Oberflächlichkeit ftw.

  2. lia.R

    → am 12. Feb 2010 um 21:10 Uhr (#)

    Oh ja, genau dasselbe hab ich gestern auch gedacht ;)

  3. Änna

    → am 12. Feb 2010 um 22:29 Uhr (#)

    lol - das bild mit der supernanny..

  4. Liza

    → am 13. Feb 2010 um 00:01 Uhr (#)

    trotz plagiatsvorwürfen, eine hässlige sache aber trotzdem ein altbewährtes mittel.
    wäre sie nicht so jung,
    würde nicht so ein riesenskandal daraus gemacht worden.
    lest beide bücher bevor ihr euch ein urteil bildet.
    und anscheinend der humor um über diese liste lachen zu koennen,
    vor allem die oberflächlichkeit ist widerlich.

  5. stiller

    → am 13. Feb 2010 um 13:34 Uhr (#)

    Irgendwie weiß ich gar nicht, was ich anstrengender finde. Den Hegemann-Hype oder die ganze Disserei. Am Ende bleiben zwei Dinge: Der Verlag hat Scheiße gebaut und ner 17jährigen ein Buch abgekauft ohne ne vernünftige Quellenrecherche zu leisten und, Erkenntniserkenntnis, in diesem Internet gibt es Leute, die richtig gute Texte schreiben und nicht nur irgendnen Blödsinn, wer hätte das im Feuilleton vorher gedacht.

  6. steffi

    → am 13. Feb 2010 um 21:12 Uhr (#)

    der Meinung bin ich auch lia

  7. Chris

    → am 15. Feb 2010 um 16:13 Uhr (#)

    Ich schließ mich voll und ganz Stiller an. Wobei ich schon hinzufügen würde, dass ihre (also Lenis) Aussagen ähm..also sagen wir literaturwissenschaftlich betrachtet..hm..revolutionär sind. Sagen wir es mal so.

  8. Tanja

    → am 17. Feb 2010 um 14:15 Uhr (#)

    Der Stiller. Das hat Hand und Fuß. Ich gehe auch davon aus, dass ein Verlag jedes Manuskript bzw. jedes Buch vor der Veröffentlichung prüfen sollte. Wenn ich eine wissenschaftliche Arbeit einreiche, dann muss auch ein Assi ran und stichprobenartig schauen, ob ich abgeschrieben habe. Bei einem Verlag sollte das Gang und Gebe sein. Und - sie veröffentlichen ja nicht 100.000 Bücher im Jahr, so dass sie diesen Prüfaufwand nicht stemmen könnten.

  9. Franz

    → am 17. Feb 2010 um 16:56 Uhr (#)

    hehe das mit dem dicken Kind dachte ich auch eben…

  10. Frank

    → am 17. Feb 2010 um 18:19 Uhr (#)

    … “Pussy” ist ganz schlecht. In der Bezeichnung “Pussy” liegt noch viel zuviel Spur von Anerkennung und Neid … Ich wäre in Anlehnung an die neue Wortschöpfung “gehegemannt” für das neue Schimpfwort “Hessy” für eine kleine, fette, diebische Möchtegern-Pussy …

  11. Yetused

    → am 17. Feb 2010 um 18:31 Uhr (#)

    Und Beepworld ist ein Abklatsch von Geocities.

    Schon damals fing es an bei ihr!

    Digital Footprint does not lie!!!oneone

  12. peter griffin

    → am 18. Feb 2010 um 17:38 Uhr (#)

    wenigstens hört man jetzt nichts mehr von charlotte roche und ihrer hauptsatz-literatur. das war so erbärmlich.


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