No & Body
Geistiges Abwracken #4 beim Finale der achten Popstars-Staffel
Natürlich guckt keiner mehr Popstars. Aber das müsst ihr auch gar nicht: Als Schund-Blog eures Vertrauens ziehen wir uns natürlich gerne auch die abwegigsten Trash-TV-Produkte rein, um euch daraus das altbewährte Gossip-Süppchen, bestehend aus Schweiß, Schminke und Scham, zu servieren.
Also: Los! Aber wo sollen wir überhaupt anfangen? Mit den schönsten Momenten der Staffel, gefolgt von den schönsten Momenten der gesamten Popstars-Ära, danach kommen dann direkt die schönsten Momente der Stars, die von D! & Co. belästigt wurden, weiter geht’s mit den schönsten Momenten der einzelnen Duos, den schönsten Tweets zur Folge WasWeißIch und zum krönenden Abschluss gibt’s noch die schönsten Momente von gerade eben?
Ach, nee, sorry, ich vergaß, das hat das furiose Moderatösen-Duo in Form von Charlotte Engelhardt (die irgendwie in jedem Fummel nach Jabba The Hut aussieht, außer auf dem Bild, denn wir zeigen Promis ja bekanntlich nur von ihrer Schokoladenseite) und Giovanni Zarrella (dem auf totally knorke Sardinien wohl doch irgendwann die Asche ausgegangen ist) ja letzten Donnerstag schon zu Genüge erledigt. In Krisenzeiten muss gespart werden und was man für das Buffet von Rihanna, Mando Diao und Keri Hilson verpulvert hat, muss redaktionell schließlich irgendwie wieder reingeholt werden.
Wir drehen unser ganz persönliches Trash-TV-Rad deshalb auch gerne nochmal zurück zur Castingphase im September. “Ich weiß, ich sag das jedes Mal, aber ich glaube, das wird wirklich die schlechteste Staffel überhaupt”, erklärt mannfRed dazu Jahr für Jahr und bereitet mir damit meinen ganz persönlichen schönste Moment der Staffel. Denn: Bis jetzt hatte er immer Recht. Langfristig betrachtet hat es seit Jahren keine Band aus der ProSieben-Schmiede mehr geschafft, über das Straßenfest in Zwickau rauszukommen.
Aber da sich dieser Bericht natürlich ganz klar vorurteilsfrei gestaltet, wollen wir mal nicht zu pessimistisch in die Zukunft blicken. Denn noch befinden wir uns ja gedanklich direkt auf der Finalbühne in der König-Pilsener-Arena in Oberhausen und ich war einen Wimpernschlag lang ernsthaft sauer, weil Vanessa Meisinger, Schülerin aus Lauf an der Pegnitz, und Leo Ritzmann, Detailhandelsfachmann aus Hinwil in der Schweiz, doch tatsächlich gewonnen haben.
Selbst der lowste Plattenfirmen-Prakti hätte doch mit ein bisschen Glück erkennen müssen, dass man die kleene Elif mit Gitarre und Gesichtsvorhang (andere nennen es Pony) plus pferdefressigen Background-Sänger (andere nennen ihn Nik) wunderbar zu einer Kraut-Kopie von Marit Larsen aufbauen und so ein paar Millionen mit ihr scheffeln hätte können.
Doch dann erreichte mich zwischen der dritten und vierten Flasche Karlskrone Gold, gepaart mit einem Rülpser von mannfRed, die große Erleuchtung: Blondie und Latino haben nicht etwa gesiegt, weil Vanessa Alex Christensen einen gelutscht hat und die Notarin zuschauen durfte – nein. Dass alles geschah nur aus einem Grund: Der Sadismus der Popstars-Produzenten ist grenzenlos.
Und weil sich ihre schwarzen Seelen ähnlich wie bei dem Typen aus Saw immer wieder an dem selben perversen Spiel erfreuen und sie Staffel für Staffel noch ‘ne Schippe an fiesen Quälereien draufsetzen müssen, wurden nicht nur die beschissensten Kandidaten herausgepickt, nein, man hat sie auch noch dazu verdammt, den oberbilligsten Namen überhaupt zu tragen. Und so blamieren sich Some & Any nach einem Hit genauso in den Dorfdissen der Republik wie ihre Vorgänger, während den bösen Produzenten deshalb mal wieder einer nach dem anderen abgeht.
Denn wie sagte schon unser likey-likey-like-it Jury-Pummelchen Michelle Leonard: “So wie ihr singt, habt ihr es verdient.”
PS 1: Nach dieser Ausführung sollte uns auch allen klar sein, warum die Herrschaften Cheffes die Band erst klammheimlich “versehentlich” nach einem Schwulen-Magazin benennen wollten …
PS 2: Eine oh so geheime Quelle hat gestern ausgeplaudert, dass die Tochter des Chefs der Popstars-Produktionsfirma Tresor TV für Namen wie “Nu Pagadi”, “Queensberry” oder eben auch “Some & Any” verantwortlich sein soll. Angeblich ist die in der Firma eigentlich für die Grafik zuständig, setzt sich aber einmal pro Staffel zusätzlich mit einer Freundin und mehreren Flaschen Wein zusammen und beschließt so den aktuellen Popstars-Bandnamen. Wer weiß mehr?
Von Lia R / 14. Dez. 2009 / 1:04 Uhr










→ am 14. Dez 2009 um 18:15 Uhr (#)
anders als wie im Suff können solche Bandnamen ja auch nicht entstehen. Ob dann die Jury und die Produzenten auch ganzen Tag dicht sind? Bei den Kandidaten die sie durchwinken muss man sich dass ernsthaft fragen
→ am 14. Dez 2009 um 23:16 Uhr (#)
[...] No & Body: Geistiges Abwracken #4 beim Finale der achten Popstars-Staffel [...]
→ am 15. Dez 2009 um 20:59 Uhr (#)
ich als totaler casting addict (bis auf supertalent, das ist einfach oberfurchtbar!) habs natürlich auch gesehen… ich finde allerdings, dass diese staffel nicht nur die schlechteste sondern auch die peinlichste überhaupt war!
man muss schon sagen, dass diese popstars produkte langlebiger sind, als die ganzen DSDS schluffen, die nach einem letzten todesröcheln ein für alle mal in dieters endloser gruft verscharrt werden! dafür halten sich queensberry und monrose einfach schon einen ticken zu lange… deshalb ist und bleibt popstars meine lieblingscastingsendung, was musik betrifft, einfach immer wieder herrlich zum ablachen und fremdschämen!
zum glück geht auch bald wieder germanys next topmodel los!!!
→ am 16. Dez 2009 um 01:33 Uhr (#)
ohgott ihr seid so gemein.
der nick is geil!
<<— team nick!!
→ am 21. Dez 2009 um 18:03 Uhr (#)
‘Der Sadismus der Popstars-Produzenten ist grenzenlos.’
Ich bin fast vom Stuhl gekippt vor lachen!
→ am 24. Dez 2009 um 03:17 Uhr (#)
Laura: fresse … ?
Ihr: danke !