Darf ich vorstellen?

berlinessa-in-new-york.comsexdrugsblognroll.com versucht sich für “Ein ♥ für deutsche Blogs” gerne mal als stylespion. Wir wagen uns für euch natürlich auch in eine amerikanische Millionenmetropole, um eine Perle der deutschen Bloggerlandschaft herauszupicken: berlinessa-in-new-york.com!

Die Hauptperson? Natürlich Berlinessa. Also, liebe Berlinessa, sag doch mal: Wie ist es so, Berlinessa zu sein?
Berlinessa: Ich find’s fantastisch, ein Alter Ego zu haben.

Und wer bist du wirklich?
Berlinessa: Mein Name ist Bartholmess, Katja Bartholmess. (Ich wollte das schon immer mal sagen, doch irgendwie klingt’s bei James Bond besser…)

Dass Berlinessa/Katja eine waschechte Berliner New Yorkerin ist, lässt sich perfekt an ihrer aktuellen Selbstdiagnose erkennen: Sie ist taxisüchtig. So stellt man sich das Leben im Big Apple doch vor. Und was machst du so, wenn du nicht gerade dafür bezahlst, dass dich jemand durch die Gegend fährt?
Berlinessa: Ich bin selbstständige Werbetexterin und texte und konzeptione für meine Kunden auf Deutsch und Englisch. Mein Themenspektrum ist relativ weit, doch Kosmetik, Lifestyle und Mode sind heisse Favoriten.

Wie bist du dazu gekommen?
Berlinessa: Klingt lustig, doch ich wurde entdeckt. Das kam so: Von meinen Reisen durch die Weltgeschichte habe ich meinen Freunden immer Anekdoten per E-Mail geschickt. Und viele haben diese E-Mails wild weitergeleitet. So landeten einige in den Händen des Chefs einer Berliner Kommunikationsagentur. Und der hat sich irgendwann bei mir gemeldet und ungefähr gesagt: “Du kennst mich nicht, doch ich kenne deine Schreibe. Und die brauchen wir hier für eine Kampagne.” — The rest is history.

Und warum bloggst du darüber?
Berlinessa: Ich blogge ja nicht über meine Arbeit (ok ok, manchmal schon), sondern über Abenteuer und Banalitäten in New York und über Dinge, die mich begeistern oder verblüffen. Mir fallen oft Dinge auf, die ich seltsam finde oder wunderbar. Und ich habe ein grosses Mitteilungsbedürfnis. :-)

Ansonsten macht die Carrie Bradshaw der deutschen Bloggerszene gerne auch Ausflüge in Richtung Fashion und hilft schon mal dabei, ein kleines Ami-Baby auf die Welt zu bringen – aber jetzt mal ehrlich: Wie Sex and the City ist New York denn wirklich?
Berlinessa: Manchmal fasse ich mir wirklich an den Kopf und denke mir, wie Klischee ist das denn? Die schicken Restaurants und Bars, in die man nur solange geht, bis alle anderen darauf gestossen sind. Der völlige Verlust der Perspektive, was teuer ist und was nicht. Die “Dating Scene”. — Doch New York hat natürlich viele Gesichter und ist und bleibt neben Berlin ganz einfach die beste Stadt der Welt.

Was ist denn der Unterschied zwischen New York und Berlin?
Berlinessa: Berlin hat das Berghain und die billigeren Mieten. New York hat eine absolut mitreissende Energie und die Skyline.

Ihr virtuelles Tagebuch bietet neben den Cities im Allgemeinen auch höchst amüsante Kategorien wie Americana, Fashionista und – meinen absoluten Lieblingsordner – Amerikanische Kaufbarkeiten. Natürlich geht auch an dich die Frage: Was ist der Klamottentrend 2009?
Berlinessa: “Recession Hookers” — die Aktien sind im Keller also betonen wir unsere eigenen “Assets” mit Cutout- und One-Shoulder-Kleidern und Schuhen und Overknee-Stiefeln, mit Plateau und Absätzen, die auch an einer Stripperin nicht falsch wären. Lätzchengrosse Ketten. Viel Schwarz.

Welcher Promi dürfte dich mit in die Umkleide begleiten?
Berlinessa: Iris Apfel, 82-jähriges personifiziertes New Yorker Fashion Statement (Foto), dürfte mich bei der Auswahl beraten. Und David Boreanaz (Buffy, Angel, Bones) dürfte mir dann beim Umziehen helfen.

berlinessa-in-new-york.comWie Shopping ansonsten im Obama-Land aussieht? Erklärt Berlinessa an folgender Stelle. Als sie überlegt. Im Prada-Laden: “Da war sie. Fest in meiner Hand. Wann immer eine Pradakonsumentin einen verstohlenen Blick auf meine Elfentasche warf, habe ich sie ein wenig fester gehalten. *Du darfst sie nicht haben. Es gab nur drei dieser Taschen und zwei sind schon weg, ich halte die letzte in der Hand. Es ist meine Tasche. Geh weg und nimm dir eine andere Tasche. Da drüben, die ist doch schön. Gehen Sie weiter, hier gibt es nichts zu sehen.*

Tja. Was machst du, wenn du dich einer Tasche gegenüber siehst, die aussieht, als hätte sie jemand NUR FÜR DICH ALLEIN entworfen und die mehr als dein Mac Book Pro kostet? Richtig. Du ziehst dir ein paar Gründe aus der Nase, die den Kauf als das logische Ergebnis einer gründlichen Abwägung aller Möglichkeiten rechtfertigen. Hier sind meine: ……..

Neugierig geworden? Dann besucht Berlinessa doch einfach mal. Und danach bitte ihren deutschen Lieblingsblog. Der wäre?
Berlinessa: Zwischen meinen liebsten deutschen Styleblogs kann ich mich kaum entscheiden. Deswegen nehme ich meinen Joker und nominiere notquitelikebeethoven.com. Dort bloggt Herr Notquitelikebeethoven über die teilweise ziemlich lustigen Begebenheiten aus dem Leben eines jungen Schwerhörigen.

(Okay, ich geb’s ja zu. Der Post ist ziemlich promolastig. Aber ich finde, sie hat’s verdient.)

Von Lia R / 21. Apr. 2009 / 7:32 Uhr

 

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Kommentare zu Darf ich vorstellen?

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  1. kathrynsky

    → am 21. Apr 2009 um 14:15 Uhr (#)

    das hat sie, definitiv!!!
    und wenn ich mich reduzieren müsste,
    ganz ehrlich, im moment wären es eure beiden blogs!
    mit witz, charme und ironie habt ihr mich gefangen ;-)

  2. Berlinessa_in_New_York

    → am 21. Apr 2009 um 15:27 Uhr (#)




    (Absolut, total, 100% SPRACHLOS!)

  3. Lara Natascha

    → am 21. Apr 2009 um 17:41 Uhr (#)

    oh ich liebe deinen blog!!!!

    <3

  4. Zad

    → am 22. Apr 2009 um 00:42 Uhr (#)

    Ich hasse Schleimen und Arsch-Kriechen bei fremden Leuten an und für sich… aber dein Blog und vor allem dein Schreibstil sind wirklich “großes Kino”!!!


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